Fakten von

Zahl der Arbeitslosen
steigt immer noch weiter an

Neo-Sozialminister Stöger sieht jedoch Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung

Featurebild für Arbeitslosigkeit © Bild: Diane Diederich/istockphoto.com

Die Arbeitslosigkeit ist im Jänner mit 3,7 Prozent langsamer gestiegen als in den Monaten davor. "Von einer Trendumkehr am Arbeitsmarkt kann dennoch nicht gesprochen werden", kommentierte der neue Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) die aktuellen Jänner-Arbeitsmarktdaten am Montag. Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung seien jedoch bereits bemerkbar, so Stöger.

Gesamtwirtschaftlich gesehen steigt das Arbeitskräfteangebot noch immer deutlich stärker als zusätzlich Arbeitsplätze entstehen. Ende Jänner hatten 3,48 Millionen Arbeitskräfte in Österreich ein aufrechtes Beschäftigungsverhältnis. Das waren um 34.000 bzw. 1,0 Prozent mehr als noch ein Jahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen, also ohne Schulungsteilnehmer, um 4,6 Prozent auf 424.989 Personen.

© APA/Lisa Partaj

Wieder mehr Arbeitskräfte gesucht

Es wurden auch wieder mehr Arbeitskräfte gesucht. So lag Ende Jänner die Zahl der gemeldeten offenen Stellen mit 33.431 um 45,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Vor allem die besonders konjunktursensiblen Bereiche Warenproduktion (+48,2 Prozent), Bau (+74,2 Prozent) Arbeitskräfteüberlassung (+56,5 Prozent) zeigten hier laut Stöger Bewegung.

Mehr Ausländer und Menschen 50+ arbeitslos

Vor allem bei den ausländischen Beschäftigten und den Über-50-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit wieder überdurchschnittlich stark angestiegen. Im Jänner waren mit 119.088 Ausländer um 10.895 bzw. 10,1 Prozent mehr ohne Arbeit. Bei den Über-50-Jährigen betrug der Zuwachs 8,2 Prozent, bei den Frauen waren es 6,5 Prozent mehr, bei Männern um 3,5 Prozent mehr.

Positive Entwicklungen in bestimmten Bereichen

In bestimmten Bereichen zeigten sich aber auch leicht positive Entwicklungen: So war in der Warenproduktion die Arbeitslosigkeit seit Jahren erstmals wieder mit 0,6 Prozent etwas rückläufig, und im Bau kam der Anstieg mit plus 0,2 Prozent ebenso wie in der Arbeitskräfteüberlassung mit plus 0,7 Prozent beinahe zum Erliegen.

Leichte Verbesserung für Jugendliche

Auch für Jugendliche verbesserten sich im Jänner die Arbeitsmarktbedingungen etwas, ihre Arbeitslosenzahlen verringerten sich um 1,1 Prozent auf 54.082. Bei den 15- bis 19-Jährigen betrug der Rückgang sogar 1,7 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden nahm um 2,2 Prozent zu, die gemeldeten offenen Lehrstellen erhöhten sich um 10,7 Prozent auf 2.969.

Anteil der Langzeitarbeitslosen steigt

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen - die schon über zwölf Monate vorgemerkt sind - erhöhte sich um 12,5 Prozent, die durchschnittliche Verweildauer stieg um 19 auf 118 Tag, ein Plus von 19,1 Prozent.

Kräftigster Anstieg in Wien

In den Bundesländern kam es in Wien wieder zum kräftigsten Anstieg. Hier erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 9,9 Prozent auf 141.718. Alle anderen Bundesländer lagen unter dem Österreich-Schnitt von 4,6 Prozent. Einen Rückgang ihrer Arbeitslosenzahlen meldeten Tirol (-2,3 Prozent) und Vorarlberg (-0,8 Prozent).

Noch keine Trendumkehr

Trotz der Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung bleibe die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wohl auch noch mittelfristig eine ganz zentrale Herausforderung für die Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik, so Stöger. "Es wird wohl noch deutlich mehr Impulse - und zwar vor allem auch auf gesamteuropäischer Ebene - bedürfen, um eine nachhaltige Trendumkehr herbeizuführen", so der Sozialminister. Man brauche sinnvolle Zukunftsinvestitionen um der Gesamtwirtschaft Impulse zu geben.

Kommentare

Die anhaltende Zuwanderung lässt es immer enger werden auf dem Arbeitsmarkt. Es bleibt daher sozialpolitisch weiterhin äusserst spannend in A.

christian95 melden

Vergleich:
2011: 309.000 Arbeitslose
2016: 425.000 Arbeitslose
Die Staatsschulen steigen, unser Steuergeld wandert zu den Schuldenländern und nach Brüssel statt es im eigenen Land zu investieren, die Wirtschaft liegt danieder, aber unsere Linken demonstrieren gegen einen FPÖ Ball. Es gibt ja sonst nichts wichtigeres!
AK und ÖGB sind völlig für die Fisch.

christian95 melden

Wir sollten "offensiv GEGEN Links wählen damit dieses Desaster rasch endet.
Das Volk der DDR hat das vor über 20 Jahren schon erkannt!

christian95 melden

Worüber Rot-Schwarz schweigen: Ausländische Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt.

Deutschland 13.300 (2011) 28.900 (2015)
Ungarn 5.500 (2011) 12.400 (2015)
Slowakei 2.100 (2011) 10.000 (2015)
Slowenien 1.900 (2011) 22.100 (2015)
Tschechien 800 (2011) 5.050 (2015)

Dazu kommen noch jene die "willkommen" sind um unsere Pensionen zu sichern.

annas melden

warum : weil für zwei Personen früher jetzt eine Person das gleiche leisten MUSS, daher burn out und Krankenstände. glaubt's mir, ..... das AMS müsste das wissen, und die Politiker auch, hm .....

annas melden

wohin soll das alles führen, bitte keine Asylanten mehr und sonst was... in ein paar Jahren haben wir keine wirklichen Österreicher mehr... hallo wacht alle auf...

christian95 melden

@annas
Völlig richtig!
Die Arbeitslosen steigen,
die Wirtschaft liegt danieder,
die Staatsschulen explodieren,
so nebenbei werden wir eine "moslemische Republik".
WIR sollten Veränderung wählen damit sich etwas ändert.

Nudlsupp melden

@Christian: Dem gegenüber steht eine 6stellige Anzahl an Österreichern, die im Ausland wohnen und arbeiten. Wenn wir es also glätten, kommt unterm Strich dasselbe raus. Das verschweigen leider Sie wieder mal, in Ihrer eindimensionalen Sichtweise.

Seite 1 von 1