Österreich von

Arbeitslosigkeit sank im
Oktober um 4,6 Prozent

Konjunkturaufschwung macht sich bemerkbar - Arbeitslosenzahlen sinken seit März

Mann unterschreibt © Bild: iStockphoto.com

Der Konjunkturaufschwung lässt weiterhin die Arbeitslosenzahlen sinken. Ende Oktober waren in Österreich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 Prozent weniger Personen ohne Job. Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet waren 393.029 Personen (-18.922) ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank um 0,7 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent.

Ende Oktober gab es 315.722 vorgemerkte Arbeitslose, das waren um 7,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim Arbeitsmarktservice (AMS) stieg hingegen um 8,6 Prozent auf 77.307 Personen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Arbeitslose im Oktober
© APA/Margret Schmitt

Die Arbeitslosenzahlen in Österreich sinken seit März kontinuierlich. Zwischen Mitte 2011 und Ende 2016 stiegen die Arbeitslosenzahlen stetig an und erreichten ein Rekordhoch in der Zweiten Republik.

Das vergleichsweise starke heimische Wirtschaftswachstum lässt auch die Stellenanzeigen kräftig steigen: Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich Ende Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat hierzulande um 44,5 Prozent auf 59.202. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten stieg laut einer vorläufigen Prognose um 65.000 Personen (+1,8 Prozent) auf 3,676 Millionen.

Stärkster Rückgang in Industrie und am Bau

Die Arbeitslosenzahlen per Ende Oktober sind konjunkturbedingt am stärksten in der Warenproduktion (-10,1 Prozent) und in der Bauwirtschaft (-9,7 Prozent) zurückgegangen. Ebenfalls einen deutlichen Rückgang gab es bei der Arbeitskräfteüberlassung (-6,8 Prozent) und im Handel (-6,2 Prozent).

Der Zahl der arbeitslosen Personen und Schulungsteilnehmer sank im Vergleich zum Vorjahresmonat auch in der Beherbergungs- und Gastronomiebranche (-5,4 Prozent) und im Gesundheits- und Sozialwesen (-3,4 Prozent). Die Anzahl der Inländer ohne Job sank um 6,7 Prozent auf 266.346, bei Ausländern erhöhte sich die Zahl leicht um 0,2 Prozent auf 126.683. Bei Jugendlichen unter 25 Jahren (-6,9 Prozent) und Personen zwischen 25 und 49 Jahren (-5,9 Prozent) gab es einen deutlichen Rückgang. Bei den über 50-Jährigen gab es einen minimalen Anstieg von 0,1 Prozent.

Arbeitslosenzahlen im Bundesländervergleich

Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet sank in allen Bundesländern außer Vorarlberg: Den stärksten Rückgang gab es in der Steiermark (-9,4 Prozent), Tirol (-8,2 Prozent), Burgenland (-7,6 Prozent), Kärnten (-6,8 Prozent), Salzburg (-5,6 Prozent), Oberösterreich (-5,4 Prozent), Niederösterreich (-4,6 Prozent) und Wien (-1,8 Prozent). In Vorarlberg erhöhten sich die Arbeitslosenzahlen leicht um 0,3 Prozent.

"Die positiven Konjunkturprognosen und die Monat für Monat besseren Arbeitsmarktzahlen zeigen, dass unsere gesetzten Maßnahmen wirken", kommentierte Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) am Donnerstag die aktuellen Arbeitslosenzahlen in einer Aussendung. Stöger warnte die künftige Regierung dafür die Aktion 20.000 einzustellen. Es sollen im Jahr 2018 rund 20.000 zusätzliche, kollektivvertraglich entlohnte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose über 50 Jahren geschaffen werden. Seit Start der Aktion im Juli wurden in den Modellregionen laut Sozialministerium 1.200 Personen vermittelt werden, 900 weitere Stellen wurden dem AMS gemeldet.

Auch AMS-Vorstand Johannes Kopf zeigte sich mit dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen zufrieden: "Es ist dies der stärkste heuer gemessene Rückgang."Auch die Arbeitslosigkeit bei Personen über 50 Jahren beginne sich "auch endlich zumindest zu stabilisieren. Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit sei "höchst erfreulich", so Kopf in einer AMS-Aussendung.

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