Arbeitslosigkeit im März 29% gestiegen:
271.127 Menschen sind derzeit auf Jobsuche

Arbeitslosenquote im März beträgt 7,5 Prozent Im März 2008 lag die Quote noch bei 5,8 Prozent

Arbeitslosigkeit im März 29% gestiegen:
271.127 Menschen sind derzeit auf Jobsuche © Bild: APA/DPA/May

Die Situation am heimischen Arbeitsmarkt hat sich im März weiter verschlechtert. Ende März waren 271.127 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren um 60.671 oder um 28,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gegenüber Februar 2009 ging die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 30.568 Betroffene zurück. Da zeige sich ein "gewisses Frühlingserwachen", sagte Arbeits- und Sozialminister Hundstorfer.

Rechnet man die 62.880 in Schulung befindlichen Arbeitsuchenden zu den Arbeitslosen dazu, waren im März 334.007 Personen ohne Job. Das waren um rund 9.000 mehr als im Rekordjahr 2005. Gleichzeitig schrumpfte die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen um 30,5 Prozent auf 27.439. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung stieg im Jahresvergleich um 1,7 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent.

Im Vorjahresvergleich waren in Salzburg (+60,5 Prozent) und in Oberösterreich (+55,8 Prozent) die stärksten Zuwachsraten zu verzeichnen. Auch in Tirol (+34,2 Prozent) und in Kärnten (+38,6 Prozent) fiel der Zuwachs überdurchschnittlich aus. Relativ am besten schlug sich Wien mit einem Zuwachs von 7,1 Prozent.

Junge besonders betroffen
Junge spüren die Krise am Arbeitsmarkt besonders: Die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 24-Jährigen stieg im März um 39,3 Prozent auf 44.085 Betroffene. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im März war zu drei Viertel männlich. Während bei den Frauen das Plus "nur" 15,7 Prozent auf 103.621 betrug, nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 38,6 Prozent auf 167.506 zu.

Die Regierung sei in der Krise planlos, so die Arbeitnehmersprecherin der Grünen, Schatz. Wenn SPÖ und ÖVP keine konkreten Maßnahmen setzen, droht im Herbst ein Desaster auf dem Arbeitsmarkt, meinte FPÖ-Arbeitnehmersprecher Kickl.
(apa/red)