Arbeitslosigkeit im August gesunken: Mit Schulungen sind 281.263 auf Arbeitssuche

Lage am heimischen Arbeitsmarkt entspannt sich Auch Rückgang bei Jobsuchenden in Schulungen

Arbeitslosigkeit im August gesunken: Mit Schulungen sind 281.263 auf Arbeitssuche © Bild: APA/Gindl

Die Entspannung am Arbeitsmarkt hat sich im Sommer fortgesetzt: Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich im August deutlich zurückgegangen. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen sank im Vorjahresvergleich um 20.405 (-8,5 Prozent) auf 218.398, die Schulungen stiegen um 5.171 auf 62.865, zusammen waren damit 281.263 Menschen ohne Job.

Insgesamt betrug der Rückgang bei Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern ("Nettoveränderung") 15.234 (-5,1 Prozent), teilte das Arbeits- und Sozialministerium am Mittwoch mit. Besonders bei Männern ist die Arbeitslosigkeit im August stark gesunken (-12,5 Prozent), auch bei Langzeitarbeitslosen (-10,9 Prozent) und bei Unter-24-Jährigen (-8,3 Prozent) war ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Bei Älteren (ab 50 Jahren) sank die Arbeitslosigkeit nur leicht (-2,8 Prozent). Der August brachte aber auch mehr Frauen zurück in die Arbeitswelt (-3,8 Prozent).

Insgesamt gibt es in Österreich 34.445 offene Stellen, das ist ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Im europäischen Vergleich hat Österreich mit 3,8 Prozent (Juli 2010) die geringste Arbeitslosenquote laut Eurostat, dahinter folgten die Niederlande (4,4 Prozent) und Luxemburg (5,3 Prozent).

Hundstorfer vorsichtig
Sozialminister Hundstorfer zeigte sich trotz der guten Platzierung im internationalen Feld abwartend und wollte noch nicht von einer absoluten Trendwende sprechen. Auf die Öffnung des Arbeitsmarktes per 1. Mai 2011 sieht er Österreich aber gut vorbereitet. Diesbezüglich pocht Hundstorfer auf die Einhaltung der Kollektivverträge und verwies auf das geplante Gesetz gegen Lohn-und Sozialdumping, das in spätestens fünf Wochen den Ministerrat passieren soll.

Wirtschaftsminister Mitterlehner sprach von einer sehr positiven Entwicklung. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit habe die alte Faustregel "overruled", wonach die Wirtschaft mindestens um 2 bis 2,5 Prozent wachsen muss, um den Jobmarkt zu entlasten und mehr Beschäftigung zu schaffen, sagte Mitterlehner

(apa/red)