Arbeitslosigkeit von

Düstere Arbeitsmarkt-Prognose

Rekordarbeitslosigkeit in Österreich wird laut Wifo weiter steigen

Featurebild für Arbeitslosigkeit © Bild: Diane Diederich/istockphoto.com

Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt ist düster: Die Zahl der registrierten Arbeitslosen wird laut Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) auf 350.200 im Jahr 2015 und 369.000 im Jahr 2016 ansteigen. Inklusive der Schulungsteilnehmer wird sie damit um 170.000 höher liegen als vor Ausbruch der Wirtschaftskrise.

Über die Rekordarbeitslosigkeit können auch die steigenden Beschäftigungszahlen (+ 3,4 Prozent seit 2008) nicht hinwegtrösten, so die AK-Experten Markus Marterbauer und Josef Wallner. im Internet-Blog http://blog.arbeit-wirtschaft.at.Gestiegen ist nur die Zahl der Teilzeitstellen (+214.200 seit 2008), während die Zahl der Vollzeitstellen seit 2008 um 83.300 zurückging.

Arbeitslosenzahlen seit 2008 extrem gestiegen

Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 ist der Bestand der registrierten Arbeitslosen um plus 50 Prozent explodiert: nämlich von 212.253 (2008) auf 319.357 (2014) im Jahresdurchschnitt. Die Zahl der Betroffenen ist von 776.194 im Jahr 2008 um fast ein Fünftel (auf 922.387 im Jahr 2014) gestiegen.

Ein gutes Fünftel aller Erwerbspersonen wird so regelmäßig arbeitslos, dass die Experten von einem "Drehtüreffekt" sprechen und die Gefahr der dauerhaften Arbeitsmarktausgrenzung dieser Gruppe sehen. Immer zahlreicher werden zudem Wiedereinstellungsverträge der Arbeitgeber; viele Firmen versuchen einerseits die Beschäftigten vertraglich an sich zu binden, lagern sie aber in Zeiten geringerer Auslastung an das AMS aus. Die Arbeitslosenversicherung - und damit die Allgemeinheit - übernimmt damit die Kosten dieser externalisierten Personalvorhaltung, kritisieren die AK-Experten.

AK-Experten fordern neue Strategie

Im Vorfeld des von der Regierung angekündigten Arbeitsmarktgipfels drängen Experten der Arbeiterkammer (AK) indes auf eine neue Strategie gegen Arbeitslosigkeit. Ein nur symbolischer Gipfel würde weder den vielfältigen Ursachen der inakzeptablen Lage auf dem Arbeitsmarkt, noch der schwierigen sozialen Lage der Betroffenen gerecht werden, argumentieren Markus Marterbauer und Josef Wallner.

Ohne eine neue Verteilung des Arbeitsvolumens durch aktive Arbeitszeitpolitik werde ein Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht zu erreichen sein, so die beiden AK-Experten in einem Beitrag im Internet-Blog http://blog.arbeit-wirtschaft.at. Bisher gibt es kein konkretes Datum für den Arbeitsmarktgipfel, der noch vor dem Sommer stattfinden soll.

Keine unfreiwilligen Überstunden

Zu einer modernen Arbeitszeitpolitik gehöre die Verhinderung unfreiwilliger Überstunden und die Verteuerung der Überstunden für Arbeitgeber (+1 Euro pro Überstunde), weiters eine Einschränkung für All-In-Verträge, neue Möglichkeiten zur individuellen Arbeitszeitverkürzung durch Weiterentwicklung der Kurzarbeit und der kollektivvertraglichen Freizeitoption. Die sechste Urlaubswoche für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ein Recht auf den bezahlten Papamonat sollten ebenfalls eingeführt werden.

Kommentare

SPÖ+ÖVP fahren auf allen Ebenen diesen Staat mit den Sozialleistungen mit Hocher Geschwindigkeit an die Wand!
Rekordarbeitslosigkeit
die Wirtschaft liegt danieder
Rekordstaatsschulden
unsere Pensionen sind nicht mehr sicher
unser Steuergeld schicken sie zu den Schuldenländern und nach Brüssel....
(Wahltag ist Zahltag)

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