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Darf man in der Arbeit die EM schauen?

Lieber auf Nummer sicher gehen: Was die Arbeiterkammer vor dem Euro-Start rät

Fakten - Darf man in der Arbeit die EM schauen? © Bild: istockphoto.com

EM-Zeit ist Fußballschauzeit. Blöd nur, dass sich die Spielzeiten so oft mit der Arbeitszeit überschneiden. An vielen Arbeitsstellen wird es geduldet, dass am Fernseher oder am Zweitmonitor die Begegnungen verfolgt werden können. Denn die EM ist schließlich auch eine Ausnahmezeit. Aber Achtung: Rechtlich sind Sie auf eine Bewilligung des Arbeitgebers angewiesen! Was die Arbeiterkammer zur EM rät.

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Wer die Spiele bei der Fußball-EM auch im Dienst live verfolgen will, sollte sich arbeitsrechtlich absichern. "Am besten trifft man mit seinem Vorgesetzten eine Übereinkunft, mit der beide Seiten leben können", rät AKNÖ-Experte Maximilian Weh im Vorfeld des Großereignisses.

Einige Begegnungen beginnen bereits um 15.00 Uhr, also während der Arbeitszeit. Wer trotzdem das Geschehen verfolgen will, sollte daher entsprechende Vorkehrungen treffen. Weil es ohne Absprache mit dem Arbeitgeber nicht gestattet ist, einen Fernseher aufzustellen oder im Internet einen Livestream zu verfolgen, sollte man vorab eine Vereinbarung treffen. Wer das nicht tue, laufe Gefahr, eine Abmahnung zu erhalten oder im schlimmsten Fall sogar entlassen zu werden, warnte Weh.

Viele Firmen sehen in der EM aber sowieso Vorteile. Für die Mehrheit der Personal-Manager in Österreich sorgen laut einer Umfrage Firmenevents, bei denen Kollegen Sportveranstaltungen gemeinsam anschauen, vor allem für eine gesteigerte Mitarbeitermotivation. Allerdings halten es gleichzeitig 78 Prozent der Personalverantwortlichen für wahrscheinlich, dass sich Mitarbeiter am Tag nach einer Sportveranstaltung krankmelden. Dies ergab die Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half, für die 100 Personal-Manager in Österreich befragt wurden.

Kommentare


Ist die Zeit krank oder sind es die Menschen, denen etwas daranliegt während der Arbeitszeit Fußballspiele anzuschauen. Könnte es sein, dass es danach einige gibt, die täglich von früh bis spät in das TV-Kastl schauen können, weil der Chef auf ihre "Dienste" verzichtet hat.

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