Appell an Regierung im Kongo: Clinton verurteilt sexuelle Gewalt gegen Frauen

US-Außenministerin besucht umkämpfte Stadt Goma Sexuelle Gewalt wird zunehmend zur Kriegswaffe

Appell an Regierung im Kongo: Clinton verurteilt sexuelle Gewalt gegen Frauen © Bild: APA/EPA/Hrusa

US-Außenministerin Hillary Clinton hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo aufgefordert, entschlossen gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen vorzugehen. Vergewaltiger müssten sich nicht nur schämen, sagte Clinton dem Fernsehsender Raga TV vor einem Besuch im umkämpften Osten des Landes, wo sie sich mit Opfern sexueller Gewalt treffen wollte. Sie müssten auch festgenommen und bestraft werden, um die "starke Botschaft" auszusenden, dass sexuelle Gewalt nicht toleriert werde.

Sexuelle Gewalt sei in den vergangenen Jahren zunehmend als Kriegswaffe zum Einsatz gekommen, um die Bevölkerung einzuschüchtern und zu zermürben, sagte Clinton dem Radiosender Okapi.

Frauenrechte als Kernthema ihrer Afrika-Reise
Die US-Außenministerin hat die Frauenrechte zu einem der Kernthemen ihrer Afrika-Reise gemacht. Im Laufe des Tages wurde Clinton in Goma im Osten des zentralafrikanischen Landes erwartet, wo sie in einem Flüchtlingslager mit Überlebenden sexueller Gewalt sprechen wollte.

Kongos Präsidenten Joseph Kabila wollte sie bei einem Treffen zu Maßnahmen "drängen", um sexuelle Übergriffe zu beenden. Im vergangenen Sommer waren rund um Goma Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen aufgeflammt; nach Schätzungen von Hilfsorganisationen wurden 250.000 Menschen in die Flucht getrieben.

(apa/red)