APA Trainerumfrage von

Fußballer des Jahres

Ehrung für Bayern-Youngster David Alaba bei der alljährlichen APA-Trainerumfrage

APA Trainerumfrage - Fußballer des Jahres © Bild: GEPA/Osterauer

Österreichs Fußballer des Jahres 2011 heißt David Alaba. Der Legionär vom FC Bayern München setzte sich in der von der APA unter den zehn Trainern der Bundesliga durchgeführten Wahl mit nur einem Punkt Vorsprung auf Austria-Stürmer Nacer Barazite durch. Auf Rang drei der heuer zum 28. Mal durchgeführten Abstimmung landete Martin Harnik vom VfB Stuttgart.

Alaba tritt die Nachfolge von Zlatko Junuzovic an und ist der erste Legionär seit Toni Polster 1997, dem dieser Titel zuerkannt wird. "Das ist für mich eine riesige Ehre, ich bin völlig überrascht. Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich gewählt haben, bei meiner Familie, meinen Freunden und bei Gott", erklärte der Mittelfeldspieler, der von APA-Sportchef Stefan Grüneis unmittelbar vor dem Heim-Länderspiel der ÖFB-Auswahl am 29. Februar gegen Finnland einen Pokal entgegennehmen wird.

Drei Bundesliga-Trainer setzten Alaba bei der Wahl auf Platz eins, darunter auch Admiras Dietmar Kühbauer. "Er hat schon bei Hoffenheim immer gespielt und kommt jetzt bei den Bayern regelmäßig zum Einsatz. Seine Entwicklung geht stetig bergauf, mit ihm werden wir noch viel Freude haben", prophezeite der Burgenländer. Mattersburg-Coach Franz Lederer entschied sich für Alaba, "weil er in diesem Alter bei einem solchen Topteam nicht nur als Kader-Ergänzung, sondern als Aktivposten dabei ist".

Lob von den Bayern-Kollegen
Auch Vertreter des FC Bayern München freuten sich mit David Alaba über dessen Auszeichnung. Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Trainer Jupp Heynckes und Mittelfeld-Star Franck Ribery sprachen dem 19-jährigen Wiener großes Lob aus und prophezeiten ihm eine erfolgreiche Zukunft.

Für Rummenigge hat sich Alaba den Titel mehr als verdient. "Ich finde das eine sehr gute Wahl. David hat im zurückliegenden Jahr großartige Spiele für die österreichische Nationalelf bestritten, unter anderem zweimal gegen Deutschland. Dazu hat er beim FC Bayern eine extrem gute Entwicklung genommen und wir trauen ihm für die Zukunft unglaublich viel zu. David wird diese Auszeichnung als Ansporn für seine weitere Karriere aufnehmen", vermutete der frühere Weltklasse-Stürmer.

Auch Heynckes hat eine hohe Meinung von Alaba, den er als "außergewöhnlich talentiert" bezeichnete. "Ich freue mich riesig für David. Er ist ein Spieler, der sich jeden Tag im Training versucht zu verbessern. Diese Auszeichnung wird ihn anspornen, die nächsten Schritte in seiner Laufbahn anzupacken."

Ribery schätzt Alaba sehr
Ribery hob seine Freundschaft mit Alaba hervor. "David ist ein Klassespieler, er hat eine großartige Mentalität, er hört zu - und er ist immer lustig. Wir passen gut zusammen. Ich bin sicher, dass er eine ganz große Karriere vor sich hat", erklärte der Franzose.

Doch nicht nur bei den Bayern hat sich der Mittelfeldspieler einen Namen gemacht, im ÖFB-Nationalteam zählt er bereits zu den Stützen. "Es ist für uns im Nationalteam sehr wichtig, dass er bei einem großen Verein wie dem FC Bayern München als so junger Spieler bereits regelmäßig zu Einsätzen kommt, damit auf höchstem Niveau Erfahrung sammeln kann und ihm sein Trainer Jupp Heynckes auch sehr viel Vertrauen entgegenbringt", sagte ÖFB-Teamchef Marcel Koller.

Der Schweizer bezeichnete den Ex-Austrianer als Spieler, der Inputs sehr schnell aufnimmt und diese auch rasch umzusetzen versucht. "Wenn er von Verletzungen verschont bleibt, können wir noch sehr viel Freude mit ihm haben", ergänzte Koller, der Alaba als "angenehmen Menschen" und "hervorragenden Fußballer" einschätzt.

Sieg vor Barazite und Harnik
Neben den drei ersten Plätzen wurde Alaba von Ricardo Moniz (Salzburg) auf Platz zwei sowie von Peter Schöttel (Rapid), Walter Kogler (Wacker Innsbruck) und Peter Stöger (Wiener Neustadt) auf Rang drei gesetzt. Damit brachte es der Wiener auf 21 Punkte, gerade einmal einen Zähler mehr als Barazite, der von Paul Gludovatz (Ried) und Franco Foda (Sturm Graz) favorisiert wurde. Der drittplatzierte Martin Harnik (VfB Stuttgart) erhielt 13 Punkte.