Anton Gaal traf einen kasachischen Spion:
Ex-Wehrsprecher der SPÖ bestätigt Kontakt

Gaal will Gespräche über Hausverkauf geführt haben Dem Geheimdienstler A. wurde Detektiv vermittelt

Anton Gaal traf einen kasachischen Spion:
Ex-Wehrsprecher der SPÖ bestätigt Kontakt © Bild: APA/Jäger

Der frühere SP-Wehrsprecher und Vorsitzende der Beschwerdekommission des Bundesheeres, Anton Gaal, bestätigt, dass er dem kasachischen Geheimdienst-Mann Ildar A. den Kontakt zu einem befreundeten Privatdetektiv vermittelt hat. Bei dem Treffen der beiden - wo der Detektiv, ein ehemaliger Bundesheer-Agent, einen konkreten Rechercheauftrag erhalten haben soll - sei er aber "nicht konkret anwesend" gewesen.

Er habe sich in dem Lokal "mit den Kellnern unterhalten", sagte er in der "Zeit im Bild 2". Gaal betonte einmal mehr, er habe weder zur kasachischen Botschaft noch zum Geheimdienst Kasachstans jemals Kontakt gehabt. Dass er laut "Presse" vom Mittwoch 95 Telefonate mit Ildar A. geführt haben soll, bezeichnet er als "kompletten Unfug". Die Gespräche über einen möglichen Hausverkauf hätten sich lange hingezogen. Ildar A. habe "in der Woche zwei, drei Mal angerufen, mich dann einige Tage in Ruhe gelassen und dann wieder angerufen".

A. habe sich um Sicherheitsinformationen an Gaal in dessen Eigenschaft als Präsident des Zivilschutzverbands gewendet, so Gaal weiter. Da es um Beratung "bis hin zum Schutz seiner Familie" gegangen sei, habe er "an meinen alten Kollegen" gedacht und den Kontakt vermittelt. Wohl habe ihn Ildar A., auf den im September ein Prozess wegen der versuchten Entführung des früheren kasachischen Geheimdienstchefs und Aliyev-Vertrauten Alnur Mussayev wartet (es gilt die Unschuldsvermutung), das Thema Kasachstan und den untergetauchten Ex-Botschafter Rakhat Aliyev aufs Tapet gebracht und unter anderem von Geldwäsche gesprochen. Als ihn der Verfassungsschutz darüber informiert habe, dass A. oberserviert werde, habe er jeglichen Kontakt abgebrochen.

Gaal betonte, es sei kein Geld, "von niemanden", geflossen. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst", sagte er. Er habe bisher nicht einmal eine Zeugeneinvernahme gehabt und sei schon gar nicht als Beschuldigter geladen worden. Daher habe er auch keinerlei Absichten, von seinem Amt als Vorsitzender der Bundesheer-Beschwerdekommission zurückzutreten.
(apa/red)

Kommentare

Für Geld tun Politiker des kleinen Mannes alles, Geld ist für SPÖ Politiker offnesichtlich alles, und nichts ist die Jugend für diese Typen

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Da kommt einem ja die Gaale hoch, wenn man das alles liest!

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Re: Da kommt einem In der Ex-DDR hätte man solche Gauner an die Wand gestellt..........

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