Antisemitismus von

"Oma-Gau" für Csanád Szegedi

Ungarischer Rechtsextremer entdeckt jüdische Wurzeln

Antisemitismus - "Oma-Gau" für Csanád Szegedi © Bild: APA/NEWS.AT

Ein ungarischer Rechtsextremer, der für die Jobbik Partei im EU-Parlament sitzt, zieht weltweit Spott auf sich. Csanád Szegedi, der sich in der Uniform der faschistischen Pfeilkreuzler Bewegung angeloben ließ und dessen Partei regelmäßig antisemitische Verbalrülpser absondert, musste feststellen, dass seine Oma jüdischer Herkunft ist.

An sich kein Thema, aber für einen Rechtsextremen wohl so ziemlich das Schlimmste was man sich vorstellen kann. Besonders dann, wenn man auch noch Politiker einer extremistischen Partei ist, die mit offenem Antisemitismus bereits des Öfteren negativ aufgefallen ist. Die Rede ist von der Entdeckung, dass man jüdische Verwandtschaft besitzt.

So ist es vor kurzem dem Abgeordneten Csanad Szegedi ergangen. Es stellte sich heraus, dass er eine Großmutter hat, die er offenbar nie kennengelernt hat, die jüdischer Herkunft ist. Die Frau überlebte Ausschwitz und hat ihren Enkel wohl bislang nie kennengelernt. Sie lebt aber noch. Szegedi zog sich erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück, um über diese „schlimme“ Erkenntnis nachzudenken. Nach einiger Zeit teilte er mit, dass Herkunft ja egal sei, so lange man sich wie ein Ungar benehme. Leichter wird es ihm das Leben in einer rechtsextremistischen Partei aber nicht machen.

Hämischer Spott
Damit jedoch nicht genug, denn hämische Kommentare regneten bald ohne Unterlass auf den Abgeordneten nieder. Der Dachverband jüdischer Organisationen in Frankreich kommentierte die Geschichte mit beißender Ironie: „Angesichts dieser schrecklichen Entdeckung versichern wir ihm unser tiefstes Mitgefühl. Unter anderen Umständen wäre es die angebrachte Reaktion, Harakiri zu begehen.“ Da der „unglückliche Szegedi“ diese Option nicht gewählt habe, müsse er sich nun „philosophischen Frage stellen, die seine intellektuellen Fähigkeiten weit übersteigen“.

Wie nun die Jobbik Partei, in der zahlreiche Mitglieder an eine jüdischen Weltverschwörung gegen Ungarn glauben, damit umgehen, einen „Mitverschwörer“ in den eigenen Reihen zu haben, ist noch unklar. Vorerst nutzt die Partei die Geschichte jedenfalls um öffentlich zu erklären, dass sie damit kein Problem hätten und gar nicht so extremistisch wären, wie man es ihnen immer vorwirft. Der Vorsitzende der Jobbik-Partei Gábor Vona, kann sich im übrigen gut eine Zusammenarbeit mit der FPÖ vorstellen.

Kommentare

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Wir sin alle Juden! Wenn mann überlegt und nach Religion handelt sind wir alle Juden,weil wir stamen von Abraham ;) Leider ist es alles komisch- wenn man nach monoteistische Religion überlegt, spielt keine rolle wie mann heißt- sondern wichtig ist ob man glaubt an Einen Schöpfer oder nicht- da ist unterschied. Die spiznamen haben die leute ausgedacht- kranke Leute ,die Apsolute macht wollen. So verstehe ich das, aber jedem seine.

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Re: Wir sin alle Juden! Ich widerspreche. Der Abraham war eine Märchenfigur. Kein normaler Vater würde seinen Sohn für freiwillig Opfern wollen. Ebenso würde dies kein barmherziger Gott von ihm verlangen. Außer er ist Sadist. Woher ich abstamme ist mir relativ egal. Das einzige was ich weiß ist, dass die Wiege der Menschheit irgendwo in Afrika war. Ergo müssen wir wohl alle von dort herkommen. Doch wenn wir es genau nehmen sind wir alle aus Sternenstaub entstanden. Wir sind also Kinder des Universums und nicht die eines verrückten Schafhirten der irgendwo im Nahen Osten gelebt hat.

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