Anti-Krebs-Impfung als Schutz vor HPV: Das Virus steigert das Krebsrisiko erheblich!

Human Papilloma Virus fördert Gebärmutterhalskrebs Unumgänglich: Regelmäßiger Krebsabstrich beim Arzt

Anti-Krebs-Impfung als Schutz vor HPV: Das Virus steigert das Krebsrisiko erheblich!

Das Virus selbst mutet fast harmlos an: Beim Geschlechtsverkehr übertragen, verursacht es für gewöhnlich nur unspezifische Symptome wie beispielsweise Ausfluss. In seltenen Fällen ist es Ursache von unangenehmen Genitalwarzen. Doch ansonsten ist eine Infektion mit dem Human Papilloma Virus (HPV) dem Gros der Betroffenen nicht einmal bewusst.

Für Männer bedeutet HPV auch keinerlei Risiko. Sie sind in der Regel nur Überträger. Trifft eine HPV-Infektion jedoch Frauen, kann das Virus zur gefährlichen Falle werden. Denn es begünstigt die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs.

Schlummernde Gefahr
Rund 30 Prozent der Bevölkerung tragen das HP-Virus in sich. Und auch "Safer Sex" mit Gummi ist kein Garant für sicheren Schutz vor dessen Übertragung. Der Wiener Gynäkologe Freydun Ronaghi: "Die Durchseuchung ist hoch. Das Virus kann auch schon durch Berührung weitergegeben werden. Doch meistens eliminiert der Körper es von selbst."

Wirksame Prävention
"Es gibt keinen Gebärmutterhalskrebs ohne HPV, obwohl es viele HPV-Infektionen ohne Gebärmutterhalskrebs gibt", erklärt Frauenarzt Christian Kainz von der Döblinger Privatklinik. Ein Heilmittel gegen HPV gibt es bis heute nicht. Doch es gibt seit kurzem eine Impfung, die sicheren Schutz vor HP-Virustypen bietet, die Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen verursachen können.

Wichtige Untersuchung
Ein Bluttest zum Nachweis einer möglichen bestehenden Infektion vor einer etwaigen Impfung ist, so Ronaghi, nicht erforderlich. Wichtig sei hingegen der regelmäßige Krebsabstrich im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Denn dabei werden schon kleinste verdächtige Veränderungen an der Gebärmutter entdeckt, und Krebs wird bereits in seiner Vorstufe festgestellt. Ein mitunter rettender Faktor, weil Gebärmutterhalskrebs bei Früherkennung zu nahezu 100 Prozent heilbar ist.

Mehr dazu gibt`s im NEWS LEBEN 12/2006