Anschlagsserie im Süden Thailands: Drei Tote, unter ihnen möglicherweise Ausländer

Mehr als 60 Menschen bei Detonationen verletzt

Bei einer Serie von Bombenanschlägen sind am Samstagabend in Südthailand drei Menschen getötet und 65 verletzt worden. Nach Behördenangaben ist unter den Toten ein Kanadier. Der Kanadier habe wahrscheinlich als Englischlehrer gearbeitet, sagte der Gouverneur der Provinz Songhkla, Somporn Thaibanyong.

In den Krankenhäusern wurden am Sonntagmorgen noch etwa 20 Schwerverletzte behandelt, betonte Somporn. Zunächst war unter Berufung auf Medienangaben von mindestens fünf Toten die Rede gewesen.

Fünf Bomben seien vor zwei Einkaufszentren, einem Hotel, einer Kneipe und einem Kino in Hat Yai detoniert. Alle diese Orte werden gern von Touristen und Einheimischen besucht.

Der Süden Thailands wird seit langem durch von moslemischen Separatisten ausgelöste Unruhen erschüttert. Seit Jänner 2004 sollen etwa 1.700 Menschen bei Zusammenstößen, Bombenanschlägen und Rachemorden ums Leben gekommen sein. Zum tiefen Süden Thailand gehören die drei Provinzen Narathiwat, Pattani und Yala. Dort sind etwa 80 Prozent der Bevölkerung Moslems. Mehr als 90 Prozent der Thailänder insgesamt sind dagegen Buddhisten.

Hat Yai liegt etwa 650 Kilometer südlich von Bangkok und gehört eigentlich nicht zum tiefen Süden des Landes. Jedoch hat es in der Vergangenheit immer wieder Bombenanschläge in Hat Yai gegeben, wo viele Regierungsbehörden ihren Sitz haben.
(apa)