Anschlag der ETA in Spanien vereitelt: LKW mit 140 Kilogramm Sprengstoff gestoppt

Geplant war Attentat während Parlamentsdebatte

Spanien ist nach Angaben der Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Zapatero nur knapp einem größeren Anschlag der ETA entgangen. Mit der Festnahme von drei mutmaßlichen Terroristen der baskischen Untergrundorganisation in einem mit 140 Kilogramm Sprengstoff beladenen Lieferwagen in Südfrankreich sei ein Attentat verhindert worden, sagte Innenminister Rubalcaba.

Dabei habe es sich um eine bereits präparierte Autobombe gehandelt, der nur noch die Zünder fehlten, sagte der Minister. "Die ETA wollte damit Menschen töten". Der Anschlag sei für Dienstag oder Mittwoch geplant gewesen. Er sollte mit der Debatte zur Lage der Nation zusammenfallen, die noch bis Donnerstag im Parlament in Madrid stattfindet. Wo das Attentat verübt werden sollte, sei unklar. Bei dem festgenommenen Trio waren zudem Pistolen und ein Sturmgewehr sichergestellt worden.

Die ETA hatte Anfang Juni eine 14-monatige Waffenruhe aufgekündigt und droht seither mit neuem Terror. Erst vor zwei Wochen hatte die spanische Polizei im Süden des Landes ein mit 130 Kilogramm Sprengstoff beladenes ETA-Fahrzeug entdeckt.

(apa/red)