Anschlag in Boston von

"Es war mein Instinkt zu helfen"

Sein Sohn fiel im Irak. Jetzt rettete der Friedensaktivist ein Leben und wird zum Helden.

  • Bild 1 von 66 © Bild: Reuters

    Die Bomben von Boston: Laut Ermittlern wurden die Sprengkörper in Nylontaschen an den Tatort transportiert.

  • Bild 2 von 66 © Bild: Reuters

    Die Ermittler sichern die Überreste der Bomben.

Die USA haben einen neuen Helden: Carlos Arredondo, ein Einwanderer aus Costa Rica, fackelte nach dem Anschlag in Boston nicht lange und schritt zur Tat. Er sei einer dieser Menschen, die "Amerika Hoffnung geben", schrieb etwa die Zeitung "The Independent" am Dienstag in ihrer Onlineausgabe. Auf zahlreichen Bildern in der US-Presse ist der langhaarige Mann zu sehen, wie er gemeinsam mit einem Sanitäter ein blutverschmiertes Opfer zu einem Rettungswagen bringt.

Der junge Mann hatte bei der Explosion offenbar beide Beine verloren, wegen des beherzten Einsatzes von Arredondo überlebte er jedoch, wie der "Portland Press Herald" in seiner Onlineausgabe berichtet. In einem bewegenden Youtube-Video (siehe oben) schildert Arredondo seine Eindrücke - selbst noch tief geschockt, zitternd und blutverschmiert.

"Er hat mir seinen Namen gesagt. Ich habe ihn vergessen", so der "Held von Boston", in der Hand eine blutige US-Fahne. "Ich habe die ganze Zeit mit ihm geredet. Ich habe gesagt: 'Bleib bei mir. Bleib bei mir. Irgendwie konnte ich ihn bis zur Rettung bringen."

"Ich konnte nur einem helfen"
Der in Costa Rica geborene Retter hätte gerne noch mehr für die Menschen getan, wie er erzählt. "So viele haben mich um Hilfe gebeten, aber ich konnte nur einem helfen", erklärt Arredondo. Seinen selbstlosen Einsatz redet er klein: "Es war mein Instinkt, rüber zu rennen und die Leute in die Notaufnahme zu bringen", zitierte "The Independent" Arredondo. "Es war mein Instinkt zu helfen. Lasst uns für die Verletzten beten."

Sohn im Irak gefallen
Der 52-Jährige feuerte gemeinsam mit einem Freund Läufer an, die in Gedenken an gefallene Soldaten an dem Marathon teilnahmen. Arredondos Sohn war 2004 im Irak getötet worden, seitdem engagierte er sich Medienberichten zufolge in der Friedensbewegung.

Kommentare

Saman Vau

https://fbcdn-sphotos-c-a.akamaihd.net/hphotos-ak-frc1/532239_457545254326569_2001760623_n.jpg

Seite 1 von 1