Sotschi von

Die vielen Gesichter der Anna F.

Vom Kinderstar zur Gold-Anna - Olympiasiegerin Anna Fenninger im Porträt

Sotschi - Die vielen Gesichter der Anna F. © Bild: GEPA pictures

"Whoaa..., it’s gold!", zwitschert Anna Fenninger via Twitter ihre Freude über den Olympiasieg im Super-G in die Welt hinaus. Am Dienstag setzt die 24-jährige Salzburgerin noch eins drauf und holt die Silbermedaille im Riesentorlauf. Österreichs "Sportlerin des Jahres 2013" hat sich mit der Goldmedaille einen Lebenstraum erfüllt. Und mit der Silbernen übererfüllt.

Anna Fenninger steht jetzt in einer Reihe mit den größten Skirennläuferinnen des Landes. In einer Karriere, die von vielen "Ups and Downs" geprägt ist, was der als äußerst feinfühlig geltenden Salzburgerin oft mehr zu schaffen gemacht hat als sie zugeben wollte.

Vom Kinderstar zur Gold-Anna

Als "neue Pröll" wurde die vierfache Junioren-Weltmeisterin bereits gefeiert. Als Schülerin hatte sie die gleichaltrigen Konkurrentinnen in praktisch allen Disziplinen in Grund und Boden gefahren. Im Europacup, der "2. Liga" des Skirennsports, mutiert Anna Fenninger zur Seriensiegerin. Mit 17 Jahren debütiert sie im Weltcup und holt ihre ersten Punkte. Ihre besten Ergebnisse erzielt die junge Salzburgerin zunächst in den technischen Disziplinen.

Anna Fenninger
© APA/EPA/Helmuth Fohringer Olympiasiegerin Anna Fenninger

"Anna ist das Paradebeispiel einer kompletten Skifahrerin", erinnert sich der langjährige Damen-Cheftrainer Herbert Mandl. Und trotzdem haben die hohen Erwartungen das "Ausnahmetalent” fast erdrückt. Umso überraschender kam dann die Goldmedaille in der Super-Kombination bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen. In der nächsten Saison durfte Fenninger endlich auch über ihren ersten Weltcupsieg jubeln - beim Riesentorlauf in Lienz.

Erstes Mal Olympia vor vier Jahren

Die Absolventin der Hotelfachschule in Bad Gastein hatte auch danach noch ihre liebe Not mit dem Rummel um ihre Person und den übergroßen Erwartungen der Skifans. Bei ihren ersten Olympischen Spielen vor vier Jahren in Vancouver blieb Anna Fenninger mit zwei 16. Plätzen in Super-G und Super-Kombination weit hinter den eigenen Erwartungen: "Die vielen Journalisten und das ganze Drumherum - das hat mir damals ziemlich zu schaffen gemacht. Aber ich habe daraus sehr viel gelernt und kann heute wesentlich besser damit umgehen.”

Trotzdem setzte es 2013 ausgerechnet bei der Heim-WM in Schladming die nächsten Tiefschläge: Im Super-G fällt sie aus, genau so wie in der Super-Kombi. Und auch in der Abfahrt reicht es nur für Platz elf. Im letzten Abdruck gewinnt sie im Riesentorlauf doch noch eine Bronzemedaille. Fenninger: "Diese Heim-WM war extrem lehrreich. Du bist für alle jederzeit erreichbar und das geht schwer auf die Psyche. Danach habe ich mir gesagt, es kann nichts Schlimmeres mehr kommen."

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper-Version.

Kommentare