Angst vor Verhaftung? Ex-US-Präsident George W. Bush sagte Besuch in Genf ab

Amnesty International forderte seine Festnahme Gastgeber spricht von "intellektuellem Terrorismus"

Angst vor Verhaftung? Ex-US-Präsident George W. Bush sagte Besuch in Genf ab © Bild: Reuters

Nach massiven Protesten hat der ehemalige US-Präsident George W. Bush seine Teilnahme an einer für den nächsten Samstag geplanten Spendengala für Israel in Genf abgesagt. Die jüdische Organisation, die ihn dazu eingeladen hatte, sprach von "intellektuellem Terrorismus" derer, die gegen den Besuch protestierten. Mehrere Organisationen haben in der Schweiz gegen Bush insgesamt 17 Klagen eingereicht. Amnesty International wollte das Ex-Staatsoberhaupt sogar verhaften lassen.

Konkret forderte die Menschenrechtsorganisation die Schweizer Bundesanwaltschaft auf, eine Untersuchung wegen Folter einzuleiten und Bush festzunehmen. Kritiker verweisen darauf, dass Bush in seinen Memoiren selbst zugegeben habe, als Präsident gewisse Foltermethoden wie das sogenannte Waterboarding (simuliertes Ertränken) autorisiert zu haben. Das Bundesamt für Justiz in Bern vertritt die Ansicht, dass Bush auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt noch Immunität genießt.

Bush hätte am kommenden Samstag in Genf mit rund 600 weiteren Gästen an dem Galadiner der jüdischen Organisation Keren Hayessod teilnehmen sollen. Als Grund für die Absage nannte der Anwalt der Organisation, Robert Equey, in der "Tribune de Geneve" Befürchtungen, die Proteste gegen Bush könnten außer Kontrolle geraten.

(apa/red)

Kommentare

keinbrauner melden

Ist es schade dass er nicht kommt ? Ich glaube es gibt in Europa nicht sehr viele Menschen die diesen "Menschen" vermissen, wenn er nicht nach Europa kommt.

mfp7764 melden

Re: Ist es schade dass er nicht kommt ? du sagst es wer braucht den vollidioten bitte

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