Angst und Schrecken in Rotterdam: Gorilla büxt aus Zoo aus und attackiert Besucher!

Vier Menschen verletzt - Zoo Blijdorp evakuiert Tierpfleger betäubten Tier - Gorilla wird nicht getötet

Ein 180 Kilogramm schwerer Gorilla ist in einem Tierpark von Rotterdam aus seinem Gehege ausgebrochen und hat Panik unter den Besuchern ausgelöst. Er biss eine Frau und verletzte noch mindestens drei weitere Personen, wie die Verwaltung des Blijdorp-Zoos mitteilte. Der Tierpark wurde evakuiert. Der elf Jahre alte Affe Bokito wurde schließlich in einem Restaurantgebäude in die Enge getrieben und betäubt.

Nach Angaben des Zoos war zunächst unklar, wie der Gorilla entkommen konnte, zumal sein Gehege von einer hohen Mauer umgeben war. Ebenso bemerkenswert sei es, dass er den Wassergraben überwunden habe. Gorillas könnten gewöhnlich nicht schwimmen, betonte Zoodirektor Ton Dorrestijn. Als er einmal auf unbekanntem Gelände angelangt sei, sei der Affe außer sich geraten. Bokito gelangte auf einen Gehweg für Besucher und rannte dann blitzschnell zum Oranje-Restaurant, wo er Tische und Stühle umwarf. Dabei attackierte er auch Menschen.

Mit Hilfe einer Betäubungspatrone wurde der Gorilla am Ende zur Ruhe gebracht. Er solle nun aber nicht eingeschläfert werden, versicherte die Direktion. Vielmehr werde das Gehege umgestaltet. Bokito hat unter den Gorillas im Zoo von Rotterdam den Rang des Rudelführers.
(APA/red)