Angst vor Krawallen bei Deutschland gegen
Polen: Erste Zusammenstöße in Klagenfurt

Polizei trennte deutsche und polnische Anhänger Sicherheitskräfte auf Ausschreitungen vorbereitet

Angst vor Krawallen bei Deutschland gegen
Polen: Erste Zusammenstöße in Klagenfurt © Bild: Reuters

Es gibt Befürchtungen, dass es beim Spiel Deutschland gegen Polen heute in Klagenfurt zu Krawallen kommt. Zu einem ersten Zusammenstoß ist es bereits am Samstagabend zwischen polnischen und deutschen Fans in der Innenstadt gekommen.

In der Fan-Meile durch die 10. Oktober-Straße, wo zahlreiche Gastronomiestände aufgebaut sind, gerieten Anhänger beider Lager aneinander. Bierbecher flogen, auch Rangeleien wurden beobachtet. Sieben Deutsche wurden festgenommen.

Polizisten aus Nordrhein-Westfalen trennten die Hitzköpfe voneinander. Für rund 20 Minuten wurden die Gruppen durch Polizeikordons voneinander getrennt. Einige Fans versuchten zu flüchten, wurden aber von anderen Beamten gestellt. Innerhalb kurzer Zeit kehrte wieder Ruhe ein, der bald darauf einsetzende heftige Regen kühlte die Gemüter weiter ab. Nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei.

"Tagesgeschäft"
Resümee eines Beamten: "Morgen wird das für uns zum Tagesgeschäft gehören." Die große Mehrzahl der Fußballanhänger zeigte sich zufrieden, dass es zu keiner größeren Eskalation gekommen ist. "Das wollen wir nicht", meinte ein bayerischer Fan.

Die deutschen und polnischen Boulevardmedien hätten mit ihren heftigen Auseinandersetzungen in den vergangenen Tagen zusätzlich Öl ins Feuer gegossen, sagte der EM-Chefkoordinator der Bundesregierung, Heinz Palme, im Deutschlandradio Kultur.

Damit seien die Grenzen der Vernunft und des Anstands überschritten. Die Sicherheitsbehörden seien jedoch gut vorbereitet.

(apa/red)

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