Angst steht uns ins Gesicht geschrieben:
Als Gesichtsausdruck schnell wahrnehmbar

Gehirn reagiert auf ängstliches Gesicht am schnellsten Gefahrensignale schneller wahrnehmbar als neutrale

Angst steht uns ins Gesicht geschrieben:
Als Gesichtsausdruck schnell wahrnehmbar

Im Gesichtsausdruck anderer Personen nehmen Menschen Angst schneller wahr als andere Gefühle. Das Gehirn reagiert auf ein ängstliches Gesicht eher als auf eine neutrale oder eine fröhliche Miene, wie eine US-Studie ergab.

In der Untersuchung zeigten die Forscher der Vanderbilt Universität in Nashville den Testpersonen verschiedene Gesichter mit entweder ängstlichem, neutralem oder glücklichem Ausdruck. Die Betrachter sollten dann angeben, wann sie sich der Emotion bewusstwurden. Da eine solche Informationsverarbeitung gewöhnlich nur 40 Millisekunden dauert, mussten die Psychologen die Reaktionszeit verlängern. Sie zeigten den Versuchspersonen daher nur auf einem Auge das Gesicht, auf dem anderen dagegen stetig wechselnde Eindrücke. Dadurch stieg die Reaktionszeit auf bis zu zehn Sekunden.

Dass die ängstlichen Gesichter schneller wahrgenommen wurden, liegt den Forschern zufolge daran, dass das Gehirn im Lauf der Evolution darauf getrimmt wurde, Gefahrensignale in der Umgebung möglichst schnell wahrzunehmen. "Wir glauben, dass das Gehirn bestimmte Hinweise erkennt, bevor sie uns bewusst sind, damit wir unsere Aufmerksamkeit auf die potenziell bedrohlichen Situationen in unserer Umgebung richten können", erläutert David Zald.

Eine Schlüsselrolle spielen dabei offenbar die Augen, wie der Forscher betont: "Ängstliche Auge haben eine bestimmte Form, so dass man mehr das Weiße der Augen sieht." Auf glücklich aussehende Gesichter reagierten die Teilnehmer am langsamsten. Ein glückliches Gesicht signalisiere Sicherheit, betont Zald: "Wenn etwas sicher ist, braucht man dem keine Aufmerksamkeit zu widmen."

(apa/red)