Angriff von FARC-Rebellen auf Bus in Kolumbien: Mindestens neun Zivilisten tot

Attentat im Süden des Landes: 13 Verletzte

Rebellen der linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) haben bei einem Angriff im Süden des Landes mindestens neun Zivilisten getötet. 13 weitere seien bei dem Überfall der FARC-Kämpfer auf einen Bus im Bezirk Caquéta verletzt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Sonntag aus Militärkreisen. Sieben Businsassen seien auf der Stelle tot gewesen, zwei im Krankenhaus verstorben.

Die FARC behindert mit einem "bewaffneten Streik" seit zehn Tagen den Verkehr in der Region. Die Armee eskortiert Autokonvois. Der Bus war jedoch ohne Begleitschutz unterwegs, als die Rebellen auf ihn feuerten. Zunächst hätten sie auf die Reifen geschossen, dann auf die Fahrgäste, darunter auch Kinder.

Die FARC-Guerilla zählt etwa 17.000 Kämpferinnen und Kämpfer. Sie ist die größte kolumbianische Rebellengruppe. In dem seit vier Jahrzehnten andauernden Gewaltkonflikt in Kolumbien zwischen Paramilitärs, linksgerichteten Guerillagruppen und Armee kamen bisher etwa 200.000 Menschen ums Leben.
(apa)