Angestellte mit Pistole bedroht: Wertvolle Beute bei Überfall auf Salzburger Juwelier

Luxus-Uhren und Manschettenknöpfe erbeutet Zwei Verdächtige in Bayern festgenommen

Bei einem Überfall auf einen Juwelier in der Salzburger Altstadt haben zwei Männer ungefähr 17 Luxusuhren und etwa ein halbes Dutzend Manschettenknöpfe erbeutet. Der Wert der Pretiosen ist beträchtlich, liegt aber sehr deutlich unter den in Medien kolportierten 1,2 bis 1,5 Mio. Euro, wie Oberst Josef Holzberger vom Landeskriminalamt Salzburg gegenüber der APA schilderte. Nun wurden in Bayern zwei Verdächtige festgenommen, die Einvernahmen liefen aber in den frühen Abendstunden noch.

Kurz nach 12.30 Uhr betraten die zwei Männer mit dunkler Bekleidung und mit Hauben maskiert das Geschäft. Einer der beiden bedrohte die Angestellten mit einer Pistole, der Zweite schlug mit einem Hammer eine Vitrine ein und räumte den Schmuck heraus. Nach einer ersten groben Schätzung dürften sie etwa 17 Luxus-Uhren der Marken Patek-Philippe und Girard-Perregaux sowie ein halbes Dutzend Manschettenknöpfe erbeutet haben, so Holzberger.

Beim Einschlagen des Glases wurde der eine Täter auch verletzt, er erlitt eine blutende Wunde im Gesicht. Die beiden flohen dann aus dem Geschäft und tauchten in den Menschenmassen der Fußgängerzone unter. Mehrere Zeugen konnten aber angeben, dass sie in Richtung Sigmund-Haffner-Gasse geflohen sind - dort wurde dann auch eine Haube gefunden. Im Bereich des Festspielhauses soll das Duo dann in einen blauen Renault Megane gestiegen sein, das Kfz-Kennzeichen begann mit den Buchstaben "BA". Dann verlor sich zunächst die Spur.

In die Fahndung wurde - wie üblich - auch die bayerische Polizei eingebunden. Und im Zuge der Schleierfahndung fischte dann eine Streife in Piding unweit der Landesgrenze ein Auto von der Autobahn A8. "Es sprach einiges dafür, dass sie die Täter sein könnten, also wurde eine vorläufige Festnahme ausgesprochen", so Franz Sommerauer von der Polizeidirektion Traunstein zur APA. Laut den mitgeführten Dokumenten sollen es zwei Osteuropäer sein. Bei einer ersten Durchsuchung wurden aber weder Waffe noch Schmuck gefunden.

Die beiden wurden noch am Nachmittag einvernommen, ein Ergebnis lag aber noch nicht vor. Auch der gesamte Bereich, wo das Fahrzeug angehalten wurde, wird nochmals abgesucht, weil die beiden möglicherweise die Beweise noch schnell aus dem Fahrzeug geworfen haben könnten, so Sommerauer. (APA/red)