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Situation in Traiskirchen beschämend

Niederösterreichs Landesrat Androsch wünscht sich ein Ende der Schuldzuweisungen

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    Flüchtlingslager Traiskirchen

    Die Bundesbetreuungsstelle Traiskirchen steht vor einem Aufnahmestopp

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    Flüchtlingslager Traiskirchen

    In Spitzenzeiten befinden sich um die 4.000 Flüchtlinge im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen

Ein Ende der Schuldzuweisungen in Sachen Asyl wünscht sich auch Niederösterreichs Landesrat Maurice Androsch (SPÖ). Stattdessen wäre mehr Unterstützung und Engagement "von allen" hilfreich. Die aktuelle Situation in Traiskirchen sei beschämend und müsse schleunigst bereinigt werden, mahnte er in einer Aussendung die Verantwortung und Solidarität anderer Bundesländer und Gemeinden ein.

Androsch betonte zudem, dass Niederösterreich seine Unterbringungsquote zu mehr als 100 Prozent erfülle. Allein seit der Übernahme der Flüchtlingsagenden durch sein Ressort im Frühjahr 2015 seien mehr als 1.700 Asylwerber vom Land neu übernommen worden. Bis Ende August sollen zusätzliche 45 Quartiere geschaffen werden.

"Mit Stand Mitte dieses Monats sind rund 5.400 Personen in Landesbetreuung. Von 573 Gemeinden im Bundesland haben bisher 248 Orte Asylwerber aufgenommen", hielt Androsch dieser Zahl entgegen, dass von 2.100 Städten und Gemeinden in ganz Österreich bisher zwei Drittel der Kommunen keine Flüchtlinge aufgenommen hätten.

1.800 unbegleitete Minderjährige

Im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen sollen sich laut Informationen der NEOS rund 1.800 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge befinden. Insgesamt 4.500 Asylwerber sollen sich am Montag auf dem Gelände aufgehalten haben, so der Abgeordnete Nikolaus Scherak zur APA. 217 davon seien unter 14 Jahre alt und obdachlos. Scherak forderte den Rücktritt von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

Scherak berief sich auf Zahlen aus zuverlässiger Quelle, das Innenministerium war vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Laut den Informationen der NEOS waren am Montag insgesamt rund 2.380 Flüchtlinge in Traiskirchen ohne Dach über dem Kopf. Darunter auch 736 unbegleitete Minderjährige. Von den angeblichen 217 "obdachlosen" Flüchtlingen unter 14 Jahren seien 168 jünger als zehn Jahre und 75 jünger als fünf Jahre, sagte der NEOS-Abgeordnete.

Kritik an Zuständen

Scherak kritisierte abermals die Zustände in Traiskirchen. Für ihn ist auch unverständlich, warum die nahegelegene Martinek-Kaserne oder ein leer stehendes Pflegeheim in Baden nicht geöffnet würden. Das Land Niederösterreich bräuchte die Gebäude nur für die Asylwerber öffnen. Zudem ortet der NEOS-Abgeordnete eine Menschenrechtsverletzung durch das Innenministerium, wenn Kinder nach Regenwetter wieder zum Schlafen ins Freie geschickt würden.

Kommentare

Kleiner Mann

Schickt sie nach Hause !
Wo liegt das Problem ??

Es wird immer zu wenig sein, in 2 Wochen wird es heissen das in den Kasernen Badewannen, Flat.TV und Internet fehlen. Ich bin für eine Volksabstimmung, diese sind wichtig und betrifft unsere Zukunft. Mittlerweile gibt es mehr Flüchtlinge als Bundesheerler!! Das sollt euch allen zu denken geben!

Kagraner

Dass diesesDurcheinander keine Lösung ist, dürfte jedem klar denkendem Menschen logisch erscheinen. Doch die Alt-Politiker wie Androsch sollen doch bitte den Mund halten. Kein Mensch weiss wie er zu seiner Villa gekommen ist, mit welchem Geld er seine Firmen aufgebaut hat ( da gigbt es jede Menge Verdächtigungen) und nun reisst er seinen Mund auf! Nimm doch 100 Flüchtlinge und verköstige sie ja.

Hilfloses „Flüchtlings-Tempelhüpfen“
Nach diesem Slogan arbeiten derzeit Innenministerium und das Land O.Ö. Die Zelte müssen bis Ende Juli weg, versprach der LH lautstark vor mehr als einem Monat. Jetzt sind sie weg, was kommt jetzt? Die Container. Im Fliegerhorst Hörsching stellt man sie auf. Ebenso in Ohlsdorf und in Mondsee. Rund 300 Flüchtlinge finden dann Platz.

wird doch nur genützt um über die andere Partei zu schimpfen !

ausnützen doch diese Regierung sieht darüber hinweg anstatt etwas dagegen zu Unternehmen. Man sollte sich gründlich überlegen wen man bei den nächsten Wahlen wählt ,denn so kann es in diesen Land nicht weitergehen

wuerde gerne wissen ob sie jemand gezwungen hat gerade in oesterreich um asyl zu bitten. sie koennen ja doch weiter ziehen nach germany oder so. wie waren denn die umstaende in ihrem land? besser oder schlechter.

Wie soll diese unfähige Regierung dieses Problem lösen ,wenn diese nicht einmal in der Lage ist die Probleme des eigenen Volkes zu lösen.
Man kann dieses Problem nicht lösen solange wir immer mehr Flüchtlinge aufnehmen, diese Regierung sollte endlich mal Mut beweisen und ein Aufnahme Stop veranlassen und die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge des Landes verweisen die unser Sozialsystem

christian95 melden

Völliges Versagen unserer Regierung!
Polen, Slowakei, Tschechei, Rumänien, Bulgarien usw..... haben alle diese Probleme nicht. Was können dort die Regierungen was unsere nicht schafft?
(Diese Probleme haben wir erst seit der EU und Schengen)

bridschy melden

Wer flüchtet in den Ostblock, die selber Wirtschaftsflüchtlinge sind? Lieber geht's ins "gelobte Land" Österreich und Deutschland, etc. Nur haben die Flüchtlinge vergessen, das sie zu viel sind, und jetzt sind sie enttäuscht. Befürworter beschweren sich nur, aber nehmen keine. Die Politik hat seit Jahrzehnten alles vermasselt, weil ohne Weitblick und jetzt Durchsetzungsvermögen bei der EU etc.

wurstcase

Warum liegt der eine eigentlich quer über zwei Betten?

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