Androsch wird Expo-Regierungskommissär:
Aufregung um kostenintensive Wünsche

profil: Einrichtung eines eigenen Expo-Büros ab 2008 Androsch akzeptierte einen Kompromissvorschlag

Androsch wird Expo-Regierungskommissär:
Aufregung um kostenintensive Wünsche © Bild: Reuters/Prammer

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, soll Ex-Finanzminister Hannes Androsch, 70, Regierungskommissär für die Expo 2010 in Shanghai werden. Offiziell muss Androsch noch vom Ministerrat ernannt werden.

Laut "profil" sorgten Androschs Sonderwünsche im Vorfeld für große Aufregung. Der Industrielle forderte die Einrichtung eines eigenen Expo-Büros in Shanghai bereits ab Herbst 2008. Darüberhinaus verlangte er die Abstellung des stellvertretenden Präsidialchefs des Kanzleramts, Alois Schittengruber, zur Vorbereitung der Weltausstellung und die Finanzierung eines eigenen Pressesprechers. Insgesamt sollen Androschs Pläne bis zu einer Million Euro ausgemacht haben. Das Gesamtbudget der Expo 2010 in Shanghai beträgt freilich nur 16 Millionen Euro. 12 Millionen kommen vom Wirtschaftsministerium, vier Millionen von der Bundeswirtschaftskammer.

Laut "profil!"-Bericht akzeptierte Androsch einen Kompromissvorschlag von Kammer und Ministerium. Demnach soll das Gesamtbudget für seine Tätigkeit als Regierungskommissär 500.000 Euro nicht überschreiten.