Andreas Schifferer hat genug vom Ski- Zirkus: Salzburger beendet seine Karriere

32-Jähriger brachte es auf acht Siege im Weltcup Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaft und Olympia

Andreas Schifferer hat genug vom Ski- Zirkus: Salzburger beendet seine Karriere

Der Salzburger Andreas Schifferer hat seine Ski-Profi-Karriere beendet. Der 32-Jährige hat ÖSV-Cheftrainer Toni Giger und ÖSV-WC3-Trainer Jürgen Kriechbaum telefonisch mitgeteilt, dass er seine Laufbahn nicht mehr fortsetzen wird. Der Radstädter stand seit 1992 in ÖSV-Kader, gewann 1997/98 den Abfahrts-Weltcup und insgesamt acht Weltcup-Rennen (sieben Abfahrten, ein Super G). Bei Großereignissen holte Schifferer zwei Mal Bronze, 1997 im WM-Riesentorlauf in Sestriere und 2002 im Olympia-Super-G in Salt Lake City.

Schifferer feierte alle seine Weltcup-Siege zwischen 1997 und 1999. In den vergangenen Jahren war es um Schifferer in sportlicher Hinsicht jedoch ruhig geworden, das letzte Weltcup-Podium hatte er im Dezember 2003 (Abfahrt in Beaver Creek) erreicht. Das letzte Weltcup-Rennen bestritt er am 16. März 2006 beim Weltcup-Finale in Aare (Platz 17 im Super G).

In der laufenden Saison wartete Schifferer vergeblich auf einen Weltcup-Einsatz. Nach den Trainings auf der Reiteralm war für Schifferer im November kein Platz im Aufgebot für Lake Louise. Schifferer nahm sich daraufhin eine Nachdenk-Auszeit, zog sich völlig zurück und gab nun gegenüber dem ÖSV seinen Rücktritt bekannt.

Hermann Maier, jahrelanger Zimmerkollege und Weggefährte Schifferers auch abseits der Piste, meinte zum Rücktritt seines Freundes: "Mit ihm verbinden mich viele schöne Erinnerungen. Ich bin quasi mit ihm im Weltcup aufgewachsen und wir haben uns gegenseitig nach oben geholfen. Ich finde es sehr schade, aber er hatte ja jetzt genug Zeit zum Nachdenken. So etwas muss jeder für sich selbst entscheiden"

Maier meinte so wie Coach Kriechbaum, dass Schifferer es nach wie vor drauf gehabt hätte. "Alleine in der vergangenen Saison hätte er drei Mal aufs Stockerl fahren können, hat es aber jeweils bei Rechtskurven vergeben. Vom Talent her braucht man gar nicht diskutieren", meinte Kriechbaum. Als Anfang vom Ende des Erfolgslaufs seines Schützlings nannte der Oberösterreicher Kriechbaum den Materialwechsel 2004 von Atomic zu Rossignol.

(apa/red)