Kritik & Lob von

Andreas Gabalier wird von
"New York Times" analysiert

Kritik & Lob - Andreas Gabalier wird von
"New York Times" analysiert © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Der Sänger findet es "leider geil", dass man ihm nun auch in Amerika viel Aufmerksamkeit schenkt. Andreas Gabalier schaffte es in die "New York Times". Wie es dazu kam.

Der österreichische Volksmusiksänger Andreas Gabalier gab vergangenen Samstag ein Konzert im Ernst-Happel-Stadion. „Es war und ist mir und wird mir auch nie ein Anliegen sein, mich politisch zu engagieren, mich für eine Partei starkzumachen“, sagte er Andreas Gabalier. Im Publikum lauschte auch ein Journalist der "New York Times" seinen Worten, der nun den Amis das "Rocken in Lederhosen mit einem Hauch Populismus" erklärt.

"Rückschrittliche, nationalistische Werte" und in einem Song-Text ("Mein Bergkamerad"), angeblich "Zeichen für eine Sympathie für das Dritte Reich" meint der Autor der aktuellen "New York Times"-Story bei Andreas Gabalier gefunden zu haben. "He compared a friendship between men to an ,iron cross standing on the highest summit' - as a sign of far-right sympathies", ist in dem neuen Bericht zu lesen. Das "Eiserne Kreuz" war eine bis heute bekannte Auszeichnung für besondere Tapferkeit bei Wehrmacht und SS.

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Außerdem wird der altbekannte Vorwurf wiederholt, der Volks-Rock'n'Roller würde mit seiner Körperhaltung auf einem Album-Cover ein Hakenkreuz imitieren. In der "Times"-Story wird auch über die aktuelle politische Situation in Österreich berichtet. Gabalier muss in der Story als Spiegel der politischen Spaltung in Österreich herhalten. Auch über den Schlagabtausch mit dem Rappers Kid Pex wird geschrieben.

Mega-Fangemeinde

Doch der NYT-Autor Thomas Rogers schreibt auch Positives, denn die unglaublich große Fangemeinde von Andreas Gabalier begeisterte selbst den kritischen Journalisten. An den Fakten kommt auch er nicht vorbei: Gabaliers größter Hit 'Hulapalu', eine vom Jodeln inspirierte Party-Hymne, wurde über 140 Millionen Mal auf YouTube angeklickt.