Anders Behring Breivik von

"Nationales Trauma"

Abschluss des Prozesses: Zentrum des Verfahrens sind Überlebende und Hinterbliebene

Anders Behring Breivik - "Nationales Trauma" © Bild: APA/EPA/Roald

Zum Abschluss des Prozesses gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik hat die Staatsanwaltschaft die Tötung von 77 Menschen vor elf Monaten als "nationales Trauma" für Norwegen eingestuft.

Zu Beginn des Schlussplädoyers sagte Anklägerin Inga Bejer Engh vor dem Osloer Gericht, das eigentliche Zentrum des zehnwöchigen Verfahrens seien die Überlebenden und Hinterbliebenen des Massakers gewesen. Sie hätten mit ihren Aussagen für einen "angemessenen und würdigen Verlauf" gesorgt.

Der 33-jährige Breivik steht wegen Attentaten am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utöya vor Gericht, bei denen 77 Menschen starben. Die mit Spannung erwartete Haltung der Staatsanwaltschaft zur umstrittenen Zurechnungsfähigkeit des geständigen, aber nicht reuigen Täters wird erst zum Ende des Plädoyers am Nachmittag erwartet. Nach dem Plädoyer der Verteidiger soll das Urteil entweder am 20. Juli oder am 24. August verkündet werden.