"An dritter Stelle den Ton angeben": Grüne wollen bei Nationalrats-Wahl FPÖ überholen

Erreichen eines zweistelligen Ergebnisses wesentlich

Die Grüne Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny sieht als Hauptziel das Erreichen des dritten Platzes bei den Nationalratswahlen im Herbst. "Schwarz und rot könnten natürlich immer eine Koalition machen, die Frage ist, was es sonst für Alternativen gibt. Da ist mir natürlich lieber, wenn die Grünen an dritter Stelle den Ton angeben", so Sburny gegenüber der APA.

Darüber hinaus sei das Erreichen eines zweistelligen Ergebnisses wesentlich. "Das ist eine magische Grenze". Auf ein Wunschresultat über die zehn Prozent hinaus wollte sie sich nicht festlegen. "Wir haben gelernt, aus den Zahlenspielereien auszusteigen".

Dass die Chancen der Grünen auf eine Regierungsbeteiligung durch die im Rahm stehende Große Koalition von Schwarz und Rot gesunken sei, glaubt Sburny nicht. "Das ist halt die Taktik von beiden Großparteien, alle möglichen Signale auszusenden". Es gehöre einfach dazu, dass jede Partei versuche, sich möglichst viele Optionen offen zu halten.

Kritik gibt es von der Bundesgeschäftsführerin an der Politik der ÖVP. "Die Volkspartei tendiert dazu, eine verbrannte Erde zu hinterlassen". Bei der letzten Wahl 2002 habe sich diese "Negativ-Kampagne" gegen die Grünen gerichtet, nun eher gegen die SPÖ.

Inhaltlich würden die Grünen im Nationalratswahlkampf auf vier Themen setzen. Neben den beiden Bereichen Frauen und Bildung, die in eigenen Leitanträgen am Bundeskongress behandelt werden, seien dies der Kampf gegen die steigende Armut und eine Energiewende.
(apa)