Amsterdam will in ihrem Rotlichtbezirk aufräumen: Schaufenster werden gekauft

In Gebäude kommen dann Wohnungen & Geschäfte Prostituierte mieten für ein paar hundert Euro Fenster

Die Stadt Amsterdam will in ihrem Rotlichtbezirk aufräumen. Der Stadtrat beschloss, bis zu 15 Millionen Euro für den Aufkauf von Ausstellungsfenstern bereitzustellen. Damit sollen dem Rotlicht-König Charles Geerts insgesamt 51 Fenster abgekauft werden, in denen sich Prostituierte zur Schau stellen.

In den Gebäuden, die mit dieser Hilfe der Stadt von einem Investor erworben werden sollen, könnten dann Wohnungen oder Geschäfte entstehen. Prostitution ist in den Niederlanden seit dem Jahr 2000 legal, dennoch habe sich seit der Gesetzesänderung einiges verändert, sagte Bürgermeister Job Cohen vor Journalisten. "Das Gesetz wurde für freiwillige Prostitution geschaffen, aber heutzutage hört man nur noch von Menschenhandel, Ausbeutung und anderen kriminellen Aktivitäten."

In dem von den Niederländern "Wallen" genannten Rotlichtbezirk Amsterdams mieten Prostituierte für ein paar hundert Euro die Fenster, um sich den Kunden anzupreisen. Jedes Fenster wird in der Regel von mehreren Frauen täglich genutzt. Das Viertel ist eines der ältesten und malerischsten der Stadt.

(apa)