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Amsterdam atmet auf: Endlich
sind Bier-Räder verboten

Nach jahrelangen Protesten

Erleichterung bei den Einwohnern Amsterdams: Nach jahrelangen Protesten sind Bier-Bikes im Zentrum der Stadt verboten. "Endlich wieder relaxed durch die Stadt ohne Geschrei vom #bierfiets", schreibt ein Einwohner auf Twitter. Doch außerhalb des Grachtengürtels sind die Bürger aufgeschreckt.

In anderen Stadtteilen wurden die rollenden Beisln bereits gesichtet, berichtete der Amsterdamer TV-Sender AT5 am Montag. Das Verbot, das am 1. November in Kraft trat, gilt dort nämlich nicht.

Die Bier-Bikes, die vor allem bei Junggesellen-Abschieden beliebt sind, sind in der niederländischen Hauptstadt das Symbol für die negativen Folgen des Massentourismus. Die sperrigen Gefährte, bei denen eine Gruppe um einen Zapfhahn herum sitzt, säuft und radelt, sorgten für Staus und Unfälle auf den schmalen Grachten. Amsterdamer klagten auch über den Lärm und die Pöbeleien der oft betrunkenen Party-Radler. Über 6.000 Bürger hatten bereits 2015 eine Petition gegen die "Bierfietsen" unterzeichnet.

Die Stadt hatte die Gasthaus-Räder bereits 2016 verboten. Doch dagegen hatten vier Vermieter der Gefährte geklagt. Nun wies ein Bezirksgericht die Klage ab und gab der Stadt recht. Die "Bierfietsen" seien eine Belästigung durch "Geschrei, öffentliche Trunkenheit und Wildpinkeln".

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