AMS weist Kritik an Schulungen zurück: '70 Prozent der Teilnehmer finden wieder Job'

Österreich liegt damit hinter Belgien auf Platz zwei Schulungen: AMS gibt heuer insgesamt 355 Mio. aus

Das Arbeitsmarktservice weist Kritik an angeblich sinnlosen Schulungsmaßnahmen zurück. Fast 70 Prozent aller Schulungsteilnehmer des AMS haben nach sechs Monaten wieder einen Job, betonte am Freitag AMS-Chef Buchinger. Damit liege Österreich im internationalen Vergleich hinter Belgien auf Platz zwei. Insgesamt stehen dem AMS heuer 355 Mio. für Schulungen zur Verfügung.

Im Vergleich zu Jobsuchenden ohne Schulung sei bei den Schulungsteilnehmern die Beschäftigungsdauer und auch die Entlohnung gestiegen. So sind Frauen pro Jahr um 43 Tage länger beschäftigt, Männer um 27 Tage. Das Jahreseinkommen ist bei Frauen nach einer Schulung um 1.900 Euro und bei Männern um 1.800 Euro höher als bei Personen, die an keinem Kurs teilgenommen haben.

Von den AMS-Millionen werden heuer insgesamt 183.400 Arbeitssuchende profitieren. Im Vorjahr nahmen rund 155.000 Jobsuchende an einer AMS-Schulung teil. Angeboten werden reine Qualifizierungsmaßnahmen, Maßnahmen zur Hilfe bei der aktiven Arbeitssuche, Orientierungshilfen und Trainingsmaßnahmen

Die Schulungen werden vom AMS zugekauft und kosten im Schnitt pro Person 1.935 Euro. Die Schulungsdauer ist vom Inhalt abhängig und reicht vom zweiwöchigen Computerkurs bis zu einer mehrjährigen Facharbeiterausbildung. Im Schnitt dauert eine Schulung 67 Tage. Die Jobsuchenden haben aber auch die Möglichkeit, sich selber einen Lehrgang zu suchen, der dann in der Regel bis zu 100 Prozent vom AMS bezahlt wird. (apa)