In Luft aufgelöst von

Amazon patentiert
sprengbare Drohne

Selbstzerstörungssequenz soll im Notfall verhindern, dass Fluggerät komplett abstürzt

In Luft aufgelöst - Amazon patentiert
sprengbare Drohne © Bild: APA/Amazon

Bereits 2013 hatte Versandhändler Amazon angekündigt, in Zukunft per Drohne ausliefern zu wollen. Nach der Anmeldung eines Patents für fliegende Warenhäuser Ende 2016 lässt Amazon mit einem weiteren Patent aufhorchen: Selbstzerstörbare Drohnen.

Diese bedrohlich klingende Entwicklung hat einen plausiblen Hintergrund: Sollte eine Zustelldrohne - aus welchen Gründen auch immer - im Begriff sein abzustürzen, soll sie sich kontrolliert in einzelne Bestandteile auflösen. Stürzt das unbemannte Luftfahrzeug nämlich in kleineren Einzelteilen vom Himmel, bestünde weniger Verletzungsgefahr.

Amazon hat für so einen Notfall sogar eine computergesteuerte Routine entwickelt, mit der Flugbahn und Reihenfolge der Sprengung festgelegt werden kann.

Auch Warenhäuser sollen fliegen

Davor hatte der Onlinehändler Amazon ein Patent für fliegende Warenhäuser angemeldet. Dabei geht es um Luftschiffe, von denen Drohnen für ihre Lieferungen aus dem Himmel herabschweben. Der US-Konzern bezeichnet seine Lagerplätze in der Luft als "fliegende Erfüllungszentren".

Die Luftschiffe sollen knapp 14 Kilometer über der entsprechenden Lieferregion schweben. Die bestellten Waren sollen dann mittels Drohnen zum Kunden gebracht werden. Das schwebende Warenhaus soll selbst wiederum durch kleinere Luftschiffe aufgefüllt werden. Amazon setzt seit jeher auf massive Investitionen, um damit das Wachstum anzukurbeln und Marktanteile auszubauen. Dabei geht es immer mehr um schnellere Auslieferungen.