Amanda Knox von

Millionenstreit

Buchverlage zanken sich um Rechte an Memoiren von Ex-Mordverdächtiger

Amanda Knox - Millionenstreit © Bild: APA/EPA/CROCCHIONI

Sex-Mord, Knast und Freispruch: Um die Geschichte von Amanda Knox reißen sich alle. Ihre Memoiren hat die 24-jährige Ex-Mordverdächtige bald fertig und die Buchverlage in den USA stehen bereits Schlange. Es geht schließlich um ein Millionengeschäft - für beide Seiten.

Robert Barnett, der Agent der 24-Jährigen, sortiert derzeit die zahlreichen Angebote. Die Verlage sind bereit Millionen hinzublättern, denn die Story verspricht ein Bestseller zu werden. Und Knox lockt mit brisanten Enthüllungen. Sie will in ihrem Buch, die Wahrheit über den Tod der britischen Studentin Meredith Kercher schreiben, wie die Zeitung "New York Times" berichtet.

Knox bezaubert Verleger
"Alle haben sich in sie verliebt", schwärmt ein Verleger über Amanda Knox - wohl auch, weil sich mit ihren Memoiren ordentlich Geld verdienen lässt. Ein Großteil des Buches soll laut Verlegern auf den Tagebüchern von Knox basieren, die sie auch während ihrer Haftzeit in Italien behalten durfte.

Die Geschichte von Knox könnte einem Hollywood-Drehbuch entstammen: Meredith Kercher wird 2007 in ihrer Wohnung in der italienischen Stadt Perugia tot aufgefunden - halbnackt, vergewaltigt, mit durchgeschnittener Kehle und von Messerstichen übersät. Knox gerät schnell unter Verdacht, sie hat gemeinsam mit Kercher in der Wohnung gelebt. Nur wenige Tage nach dem Mord werden Knox und ihr damaliger italienischer Freund, Raffaele Sollecito , festgenommen.

Am 5. Dezember 2009 ist Knox wegen des Mordes an der Studentin in erster Instanz zu 26 Jahren Haft verurteilt worden, ihr Ex-Freund Sollecito zu 25 Jahren. Am Ende reichen die Beweise aber nicht aus. Im Berufungsprozess spricht das italienische Gericht am 3. Oktober 2011 schließlich beide frei.

Weiterführender Link:
"New York Times"