Neue Studie von

Aluminium in Deos
doch krebserregend

Forscher warnen: "Wissen genug, um zu sagen, dass Aluminiumsalze toxisch sind"

Eine Frau trägt Deo auf © Bild: Shutterstock.com

Die Debatte ist nicht neu: Während die einen sagen, Aluminiumsalze in Deos wären höchst gefährlich, weil krebserregend, meinen die anderen: reine Panikmache. Dass die Befürchtung aber doch nicht so weit hergeholt ist, zeigt eine aktuelle Schweizer Studie.

Der seit Jahren gehegte Verdacht hat sich nun erhärtet: Aluminiumsalze in Deos können wohl doch Brustkrebs fördern. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher um Stefano Mandriota von der Universität Genf. "Wir wissen jetzt genug, um zu sagen, dass Aluminiumsalze toxisch sind", berichten die Forscher laut "welt.de". Bei Versuchen mit Milchzellendrüsen von Mäusen zeigte sich, dass die Aluminiumsalze die Entstehung von Krebs und Metastasen begünstigen. Die Forscher veröffentlichten die Studie im Fachblatt "International Journal of Cancer".

Dabei sind Antitranspirantien nicht die einzige Quelle von Aluminiumsalzen. So können in diversen Kosmetika wie etwa in Lippenstiften und Lidschatten ebenso wie in Zahnpasta und Sonnencremes Aluminiumsalze enthalten sein. Einige Verbindungen des Stoffes nehmen wir auch als Lebensmittelzusatzstoffe zu uns. Und nicht zuletzt sind Aluminiumsalze auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln ebenso wie in Trinkwasser natürlicherweise vorhanden. Folglich kann man schwer sagen, welche Menge an Alu über welchen Weg aufgenommen wird.

Um hier etwas mehr Klarheit zu schaffen, haben die Forscher Versuche mit radioaktiv markiertem Aluminium durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Salze nicht nur die Haut durchdringen, sondern sogar im Urin landen.

Besonders problematisch bei mit Aluminiumsalzen versetzten Deos sei die Tatsache, dass das Brustgewebe so nah an der Achselhöhle liegt. So könne der Stoff besonders stark auf das Brustgewebe einwirken. Ob nun krebserregend oder nicht: Es empfiehlt sich, mit Aluminiumsalzen versetzte Deos nur dann aufzutragen, wenn die Haut weder verletzt noch gereizt ist. Für die Praxis bedeutet das: Antitranspirantien nicht verwenden, wenn die Achselhöhlen frisch rasiert sind.

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alles nur verschwörungstheorin iss so

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