Altkanzler in Ungarn von

Schüssel lobt Orban

Ex-Kanzler bei Konferenz in Budapest: "Regierung verdient Achtung für ihre Arbeit"

Altkanzler in Ungarn - Schüssel lobt Orban © Bild: APA/Jäger

Seine Gegner nennen ihn "Pusza-Putin" oder "Möchtegern-Diktator", aber Wolfgang Schüssel ist da anderer Meinung: Der Ex-Kanzler hat für den ungarischen Regierungschef Viktor Orban (fast) nur lobende Worte parat. Orbans Kabinett würde "richtig handeln, wenn sie ihre im Parlament errungene Zwei-Drittel-Mehrheit nutzt", zitiert die Ungarische Nachrichtenagentur MTI den ÖVP-Altkanzler. Immerhin hätten die ungarischen Bürger mit der Wahl "für die Reformen gestimmt".

Schüssel sagte bei der Konferenz "Nationale Werte im Fokus" in Budapest, er vertraue auf das ungarische Parlament und die regierende Fidesz-MPSZ-Partei, da "diese im Gegensatz zu einzelnen Kritikern die Demokratie nicht gefährden, sondern ihre Macht dafür einsetzen, das Land auf den entsprechenden Kurs zu bringen". Laut Schüssel ist es "gut, dass Ungarn und Österreich nicht nur Nachbarn sind, sondern auch Partner".

"Orban verdient Achtung'"
Premier Orban und seine Fidesz-Partei könnten Fehler machen, man könne sie kritisieren, doch "auf jeden Fall verdienen sie Achtung für ihre Arbeit". Der Ex-Bundeskanzler betonte zugleich die Wichtigkeit für einen "neuen, modernen, besonnenen Patriotismus" in den europäischen Ländern. Es müsse eine neue Perspektive geboten werden, "in deren Mittelpunkt Freiheit und Unabhängigkeit stehen" und die zugleich "die Dazugehörigkeit zur Heimat betont".

Laut Schüssel würde sich in Europa die Schere zwischen Armen und Reichen immer weiter öffnen, wobei die Mittelschicht in eine immer schwierigere Lage gerät, die jedoch eine sehr wichtige Rolle in der Demokratie spiele. Es sei zu beobachten, dass viele Unternehmen in Entwicklungsländer abwandern, dass Arbeitsplätze abgebaut werden.

Schüssel: Ungarn am richtigen Weg
Früher habe man geglaubt, in Europa läge die "Zukunft in den Händen hochgebildeter Technokraten". Dabei bedürfe es auch weiterhin der Industrie, der Klein- und mittelständischen Unternehmen. Jene Länder, die diese Fundamente vernachlässigten, sind heute "in wahrlich großen Schwierigkeiten". Schüssel führte Deutschland, die Schweiz, Ungarn und die Niederlande als positive Beispiele an, die die Industrie auch weiterhin für wichtig hielten.

Nur mit einer Förderung des Wachstums könne die heutige Krise überwunden werden, was aber nicht mit der Aufnahme neuer Kredite, einer noch höheren Verschuldung erreicht werden könne. Es bedürfe viel mehr konkurrenzfähiger Unternehmen, ausgebildeter Arbeitskräfte, betonte Schüssel und erklärte, Ungarn würde sich in diese Richtung bewegen.

Kommentare

Die Schüssel So wie die Dinge jetzt liegen ist unsere Schüssel Privatmann mit einer sicherlich ganz schön fetten Pension. Und einem so fetteren Aufsichtsratsjob bei eine, deutschen Energie - Riesen. Wahrscheinlich wollte er wohl ein Lebenszeichen von sich geben anders kann man das wohl nicht sehen. Bloss seine Meinung über andere ist schon längst entbehrlich und übeflüssig

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Die Politik ungeeigneter Personen technik01: Völlig richtig!

Seine Menschenkenntnis war schon immer katastrophal. Sie hat uns KHG und die schwarz-blaue Korruptions-Koalition (beschönigend als" Wende" bezeichnet) beschert.

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Re: Die Politik ungeeigneter Personen Ergänzung: Er lobt immer die falschen Leute; früher u.a. einen nunmehr berüchtigten ehem. Innenminister und einen nunmehr berüchtigten ehem. Finanzminister. Nun eben den Orban.
Er ist wie ein Schütze, der immer daneben oder auf die falsche Scheibe schießt.

jetzt erklährt es sich warum schüssel ins lachtal gezogen ist !!! der würde eher ins tal der tränen passen !!!

Nebenjob Vielleicht kriegt der VP-Bonsai in Ungarn auch einen lukrativen Aufsichtsratsjob.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com

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Schüssels Kommentrae sind schon lange entbehrlich! Er hat uns mit seiner Politik nur Probleme bereitet. Sein Glaubwürdigkeitsdefizit ist rekordreif.

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Herr Schüssel lebt also doch noch dachte gar nicht mehr das man was von dem Herrn Schüssel hören bzw. lesen wird. Es schien irgendwie als wäre dieser untergetaucht.Die Nachwehen die seine Politik brachte sind heute Thema Nr. 1. Wieso hört man über diese Themen nichts von Herrn Schüssel selbst?Seine Zeit des Regierens hat ja einiges gebracht an dem wir heute kauen und dies hinterfragen....

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