Soziale Netzwerke von

Alternative zu Facebook

Ohne Werbung, mehr Privatsphäre: Ello & Co zeigen, dass es auch anders geht

Soziale Netzwerke - Alternative zu Facebook © Bild: ello.co

Facebook gängelt seine Nutzer und trotzdem machen alle mit. Ohne Privatsphäre, zugemüllt mit Werbung und auch noch gelangweilt lassen über 1,4 Milliarden Mitglieder scheinbar alles über sich ergehen. Warum eigentlich? Schließlich gibt es Alternativen. Die Nutzerzahlen sind zwar nicht vergleichbar mit dem Social-Media-Monopolisten, zeigen aber wenigstens, dass es auch anders geht.

Puristisch: Ello

"Simple, beautiful and ad-free": Bei Ello ist der Name Programm. Wem die rudimentärsten Funktionen genügen, der wird Ello lieben. Designtechnisch eine Befreiung vom "Zugemülltwerden" bietet das soziale Netzwerk Text in Schreibmaschinen-Typo, große Fotos und viel Weißraum.

© ello.co Sehr reduziert: Das Layout von Ello.

Auch inhaltlich bekommt man kein Korsett umgebunden wie bei Facebook: Niemand muss seine offiziellen Namen angeben, nur wer die offiziellen Ello-Regeln missachtet, fliegt, die Nutzerdaten sind für die Betreiber tabu. Sogar Nacktbilder sind in Ordnung, wenn der Nutzer sein Profil mit einer Vorwarnung versieht. So willkommen der aufgeräumte Look von Ello aber auch sein mag, muss man der Plattform noch offene Baustellen attestieren, die bei einem Blick auf die Feature List ersichtlich werden.

Dezentral: Diaspora* und Friendica

Diaspora* und Friendica verfolgt den Ansatz eines verteilten Netzwerks. Die Kern-Philosophien Dezentralisierung, Freiheit und Privatsphäre werden mit dem Pod-Prinzip hochgehalten: Der Anwender legt seine Daten dabei auf persönlichen Servern (Pods) oder öffentlichen Servern ab, Nutzer werden über die Suchfunktion gefunden, da es bei einem dezentralen Netzwerk keine einheitliche URL gibt.

© diasporafoundation.org Dezentrales Urgestein: Die Plattform Diaspora*.

Andere Dienste wie etwa Facebook-, Twitter oder Tumblr können übrigens mit Diaspora* und Friendica verknüpft werden, um Beiträge auf den Plattformen gleichzeitig zu veröffentlichen. Hinsichtlich Funktionalität braucht sich weder Diaspora noch Friendica vor Facebook zu verstecken, allerdings ist die Benutzerfreundlichkeit eher an versiertere User gerichtet. Das gilt auch für eine Vielzahl von Erweiterungen, um die Dienste attraktiver zu machen. Friendica hat gegenüber Diaspora noch den Vorteil, dass es einfacher einzurichten ist.

© diasporafoundation.org Diaspora bietet die meisten Funktionalitäten von Facebook.

Allen drei genannten Alternativen zu Facebook ist jedenfalls gemein, dass man schon ein wenig Kompromisse eingehen muss, um sich seine Privatsphäre zu wahren und seine Freizeit werbefrei zu halten. Ein wenig investierte Zeit kann es einem aber schon durchaus wert sein, nicht zu einer Datensammlung mit Geldbörse zu verkommen.

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Kommentare

Roland Kreutzer

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