Alternative zu Eurofightern? Für Schweizer Luftwaffenchef Mietverlängerung möglich

Gesuch von Österreich liegt allerdings noch nicht vor

Alternative zu Eurofightern? Für Schweizer Luftwaffenchef Mietverlängerung möglich

Eine Verlängerung des Leasings der Schweizer Kampfsjets F-5, wie das die SPÖ als Alternative zum Eurofighter-Ankauf will, scheint doch möglich zu sein. Der Chef der Schweizer Luftwaffe, Divisionär Markus Gygax, erklärte kürzlich in der "Neuen Zürcher Zeitung", falls sich die strategische Lage nicht grundsätzlich verändere, könne man aus seiner Sicht über eine Verlängerung der Mietvereinbarung mit Österreich sprechen. Denn auch die Schweiz habe Interesse daran, dass der Luftraum Österreichs geschützt werden könne.

Als Grundlage dafür habe aber ein entsprechendes österreichisches Gesuch zu dienen. Ein solches liege aber bis jetzt nicht vor.

Die "Kronen Zeitung" sprach im Zusammenhang mit dem Gygax-Interview von einer "Eurofighter-Sparversion". SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures meinte wiederum in den "Salzburger Nachrichten", man könne erst dann eine Entscheidung in Sachen Eurofighter treffen, wenn die Ergebnisse des parlamentarischen Untersuchungsausschusses vorliegen. Die ÖVP winkt hier ab, denn wenn der U-Ausschuss seine Arbeit beende, seien die ersten Eurofighter längst in Österreich. Ende Mai könnten die ersten der insgesamt 18 Eurofighter vertragsgemäß an das Bundesheer ausgeliefert werden.

Zuletzt hatte der Generalbeauftragte des Verteidigungsministeriums für die Eurofighter-Beschaffung, Generalmajor Erich Wolf, eine Verlängerung des Leasings der Schweizer Kampfjets F-5 als keine Alternative zum Eurofighter bezeichnet. "Die Schweizer brauchen ihre Flugzeuge zurück", hatte Wolf gegenüber der APA gemeint. (apa)