Altachs Atempause währte nicht sehr lange:
Mattersburg besiegt schwache Gäste mit 3:1

Altachs Brasilien-Neuzugang Ze Elias enttäuschend Mattersburg verschafft sich im Mittelfeld etwas Luft

Altachs Atempause währte nicht sehr lange:
Mattersburg besiegt schwache Gäste mit 3:1 © Bild: APA/Hochmuth

Fußball-Bundesligist Altach ist nach dem überraschenden Heimerfolg über Sturm Graz am Freitag wieder zu "alter Form" zurückgekehrt. In Mattersburg konnten sich die Vorarlberger von einem schwachen Start nicht mehr erholen und kassierten mit dem 1:3 die vierte Saisonniederlage im fünften Spiel. Mario Krassnitzer, Schlussmann der Gäste, zeigte sich von der gezeigten Leistung fast schockiert.

"Die Leistung in der ersten Halbzeit ist zum Schämen, da waren wir nicht auf dem Platz", ging der Schlussmann mit seinen Mannschaftskollegen hart ins Gericht. Er selbst bot aber trotz dreier Gegentore eine durchaus ansprechende Leistung und parierte u.a. einen Elfmeter. "Mattersburg war nicht gut, wir waren einfach so schlecht", erklärte Krassnitzer weiter. "Beim Gegentor waren wir unkonzentriert, und das kann nicht so weitergehen. Ich hoffe, dass wir uns zu Hause wieder so präsentieren wie gegen Sturm. Jeder muss sich selber bei der Nase nehmen."

Farbloser Ze Elias
Auch der brasilianische Mittelfeldregisseur Ze Elias, der gegen Sturm die überragende Figur im Altacher Spiel war, blieb im Pappelstadion eher farblos. Nach einer schwachen ersten Hälfte bekamen die Vorarlberger die Partie erst gegen Ende besser in den Griff. Anstatt den Ausgleich zu erzielen, kassierte man aber in der 92. Minute noch das dritte Gegentor durch Jancker.

Mattersburg im Mittelfeld etabliert
Mattersburg hat sich mit sechs Punkten am Konto nun wieder Luft verschafft und im Mittelfeld der Liga eingereiht. Besonders hervor tat sich in den Reihen der Lederer-Elf der im Frühjahr fast in Ungnade gefallene Ex-Teamspieler Cem Atan, der am rechten Flügel viel Druck machte. Auch der schwedische Neuzugang aus Tirol, Lindström, scheint seine Rolle im Spiel der Burgenländer gefunden zu haben.

Von großer Bedeutung für Mattersburg war aber nicht zuletzt der frühe Führungstreffer Naumoskis, der mit seinem Treffer schon in der elften Minute den Plan von Altach-Coach Heinz Fuchsbichler ("Eine halbe Stunde lang ein 0:0 halten") durchkreuzte. Nur kurz davor hatte der Mazedonier einen Strafstoß vergeben. "Es zählt nicht, ob ich einen Elfer verschossen oder getroffen habe. Es zählt nur, dass wir gewonnen haben", meinte Naumoski lapidar. Dass der Heißsporn keine Gelbe Karte erhalten hatte, führte er selbst auf seinen Lernprozess zurück: "Ich werde mich bessern." Den Dreipunkter fand er jedenfalls doppelt wichtig: "Es war ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle."

SV Mattersburg - SCR Altach Endstand 3:1 (2:0)
Mattersburg, Pappelstadion, 3.500, SR Fritz Stuchlik

Torfolge:
1:0 (11.) Naumoski
2:0 (43.) Atan
2:1 (59.) Stückler
3:1 (92.) Jancker

Mattersburg: Borenitsch - Csizmadia, Mravac, Pöllhuber - Atan (89. Pauschenwein), Lindström, Lösch (94. Lindner), Kovrig (25. Seidl), Salamon - Jancker, Naumoski

Altach: Krassnitzer - Pfister, Stückler, D. Sereinig, Kling - Mattle, Guem, Ze Elias, Pamminger, Rajic (46. Jagne) - Konrad (51. Karatay)

Gelbe Karten: Kovrig, Lösch, Seidl bzw. Kling, Ze Elias

(apa/red)

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