Alpiner Ski-Weltcup von

Platz 3 für Hirscher

Schwerer Fehler kostet ihn die Bestzeit. Kostelic gewinnt Slalom von Beaver Creek.

Alpiner Ski-Weltcup - Platz 3 für Hirscher © Bild: APA/EPA

1 - 2 - 3. Marcel Hirscher ist auch in seinem dritten Rennen der "Mini-WM" in Beaver Creek auf das Podest gefahren, musste sich aber trotz Halbzeitführung nach einem schweren Fehler hinter dem Kroaten Ivica Kostelic und dem Itaiener Cristian Deville mit Platz drei begnügen. Der 22-jährige Salzburger war dennoch der erfolgreichste Athlet in Beaver Creek.

Mit den Plätzen eins, zwei und drei sammelte der in der Gesamtwertung hinter Aksel Lund Svindal (334) und Ted Ligety (309) mit 280 Punkten auf Platz drei nach Europa zurückkehrende Österreicher nicht nur die meisten Weltcuppunkte, sondern mit 72.000 Franken (58.191 Euro) auch das meiste Preisgeld. "Das passt perfekt", gab sich der nach Lauf eins noch 14 Hundertstel vor Deville führende Hirscher überhaupt nicht enttäuscht. "Sicher hätte ich lieber gewonnen. Aber ich bin gut gefahren, und kann mir nicht viel vorwerfen, denn ich greife nun mal lieber an als zu verteidigen", erklärte er. Die drei Podestplätze seien ein Traum, sagte Hirscher, der schon nach seiner Halbzeitführung den Tag als "gelungen" bezeichnet hatte.

Starker Pranger
Während neben Weltmeister Jean-Baptiste Grange (FRA), dem starken US-Amerikaner Will Brandenburg (nach Zwischenbestzeit) auch Reinfried Herbst ("Besser schnell und ausgeschieden als 20.") und Rainer Schönfelder (nach nur vier Toren) schon im ersten Durchgang scheiterten, gab Manfred Pranger als Neunter ein Lebenszeichen. Der Ex-Weltmeister aus Tirol war erst im letzten Moment in die USA angereist, weil er zu Hause Material getestet und mit neuen Skischuhen angetreten war. "Über Platz neun darf ich nicht jammern. Mir hat im zweiten Lauf wegen der kurzfristigen Anreise zudem etwas die Kraft gefehlt", erklärte Pranger. Hirschers Rückfall sei nachvollziehbar. "Er ist hier ein brutales Programm gefahren und trotzdem heute Dritter geworden."

"Eigenartige Verhältnisse"
Wolfgang Hörl egalisierte als Zwölfter seine bisher beste Weltcup-Platzierung und bestätigte damit die Vorschusslorbeeren. "Ich mache aber immer noch zu viele Fehler", klagte der Salzburger, der im Finale die zweitschnellste Zeit hinlegte. Mitfavorit Mario Matt kam über Platz 18, Benjamin Raich über Rang 25 nicht hinaus. "Im ersten Durchgang habe ich mich im Flachen eingeparkt, ich bin insgesamt mit den eigenartigen Verhältnissen hier nicht zurechtgekommen", erklärte Doppelweltmeister Matt.

Für Gesamt-Weltcupsieger Kostelic war der 19. Weltcupsieg ein besonderer. "Ich habe mich hier schon zweimal schwer verletzt, diese Piste hat mein Herz gebrochen", erklärte der Kroate, der wegen einer Operation im Frühjahr viel Trainingsrückstand hat. "Ich bin noch nicht in Form, habe mir nichts erwartet", verblüffte er. Für die Überraschung des Tages sorgte aber mit Nolan Kasper ein US-Fahrer, der als Vierter auch Landsmann Ted Ligety klar hinter sich ließ. Dabei war der Slalom-Europacupsieger nach einer Hüftoperation im September krank an den Start gegangen. 36 Stunden vorher war Kasper mit einer Viruserkrankung noch im Krankenhaus gelegen.