Allgemeine Stallpflicht aufgehoben: Neue Verordnung auf Risikogebiete beschränkt

Rauch-Kallat: Übergreifen "nicht gänzlich gebannt"

Mehr Freiheit für das heimische Geflügel: Gesundheitsministerin Rauch-Kallat hat am Freitag die allgemeine Stallpflicht für beendet erklärt. Am Montag wird jedoch eine neue Verordnung in Kraft treten, welche die Stallpflicht auf genau definierte Risikogebiete beschränkt. Die Gefahr eines Übergreifens des H5N1-Virus auf Hausgeflügel sei "noch nicht gänzlich gebannt", so die Ministerin.

Wegen des zeitlichen Abstandes zwischen Aufhebung der generellen Stallpflicht und dem Inkrafttreten der neuen Verordnung kann an diesem Wochenende alles österreichische Geflügel "frei" laufen. Die allgemeine Stallpflicht war seit 19. Februar 2006 in Kraft.

Mittels der neuen Verordnung, einer Adaption der so genannte Geflügelpest-Biosicherheitsverordnung 2006, soll die Einschleppung und Verbreitung der Geflügelpest durch Wildvögel weiterhin verhindert werden. Die allgemeine Stallpflicht bleibt demnach in Gebieten mit einer höheren Hausgeflügeldichte als 750 Tiere pro Quadratkilometer erhalten. Davon betroffen sind neun Bezirke: Feldbach, Amstetten, Wolfsberg, Hartberg, Wr. Neustadt-Stadt, Radkersburg, St. Pölten- Stadt, Linz-Land und Braunau.

Freilaufhaltung wird es aber auch in den Risikogebieten nicht geben. Ebenfalls gilt rund um die Auffindungsorte von verdächtigen toten Wildvögeln in einem Radius von zehn Kilometer weiterhin die Schutz- und Überwachungszone, und somit eine Stallpflicht-Frist von 30 Tagen. In allen nicht betroffenen Gebieten ist Auslaufhaltung ab sofort wieder möglich.

Bis zum 5. Mai wurden laut Gesundheitsministerium in Österreich 81 tote Schwäne und 29 tote Enten positiv auf den H5N1-Virus getestet. Zuchtgeflügel war bisher nicht von der Vogelgrippe betroffen. (apa)