Alle Jahre wieder: Der warme Herbst
gefährdet die Weltcuprennen in Europa

Val d'Isere und St. Moritz "Wackelkandidaten" Zusätzliche Rennen in Nordamerika Überlegung

Alle Jahre wieder ... leidet der Ski-Weltcup zum Saisonstart unter Schneeproblemen. So arg wie heuer war es aber noch nie. Vier Wochen nach der Absage des Gletscher-Auftaktes in Sölden steht wegen des außergewöhnlich milden Herbstes auch über den ersten Speed-Rennen in Europa ein großes Fragezeichen. Es gibt deshalb bereits Überlegungen, zusätzliche Rennen in Nordamerika zu bestreiten.

Am 9./10. Dezember sollen in Val d'Isere (Herren) bzw. St. Moritz (Damen) jeweils eine Superkombi und eine Abfahrt stattfinden. Die Schneelage ist aber da wie dort trist. Zumindest in Frankreich machen jüngste Schneefälle zwar wieder etwas Hoffnung, die Damenrennen in der Schweiz sind aber stark gefährdet. Spätestens Mitte kommender Woche muss eine Entscheidung fallen.

Geht sie negativ aus, und das ist angesichts der außergewöhnlich hohen Temperaturen in Europa nicht auszuschließen, müssen sich die Weltcup-Verantwortlichen etwas einfallen lassen. Eine Möglichkeit wäre, dass die Damen nach den kommenden Speed-Rennen in Lake Louise eine weitere Woche in Kanada bleiben und dort die Ersatzrennen für St. Moritz bestreiten. Ein ähnliches Szenario wäre bei den Herren in Beaver Creek vorstellbar.

"Lake Louise und Beaver Creek sind die einzigen zwei Orte, wo derzeit überhaupt Speed-Rennen möglich wären. In Aspen ist zu wenig Schnee für einen Super G", war sich auch der österreichische Chef der US-Ski-Damen, Patrick Riml, der Situation bewusst. Allerdings müsse im Falle des Falles der US-Verband erst abklären, ob aus wirtschaftlichen Gründen die Übernahme von Rennen überhaupt möglich wäre.

Während sich in Kanada mittlerweile tiefster Winter eingestellt hat, erlebt der Mittelwesten der USA derzeit wie Europa eine herbstliche "Hitzewelle". In Denver, der Hauptstadt Colorados, war es mit Temperaturen um die 23 Grad wärmer als in Florida.

(apa/red)