Alle Airports geschlossen: Fluglotsen-
Streik sorgte für Mega-Chaos in Brasilien

Regierung lenkt ein: Arbeit wieder aufgenommen Tausende Flugpassiere saßen auf den Airports fest

Alle Airports geschlossen: Fluglotsen-
Streik sorgte für Mega-Chaos in Brasilien

Ein Fluglotsenstreik hat für Chaos in Brasilien gesorgt. Alle Flughäfen des Landes wurden geschlossen, sämtliche Starts abgesagt. Nach nächtlichen Krisengesprächen gab die Regierung Forderungen der Streikenden nach. Die militärischen Fluglotsen protestierten mit ihrem Ausstand vor allem gegen Zwangsversetzungen. Sie nahmen ihre Arbeit wieder auf.

Zehntausende Passagiere saßen während des Ausstands fest. Auch als die Flugzeuge wieder starteten, war die Lage weiter chaotisch. Viele Flüge waren verspätet oder mussten umgeleitet werden. In Brasilia stürmte eine Gruppe von Passagieren aus Protest die Startbahn. Der Fernsehsender Globo TV berichtete, dass Soldaten zu Hilfe gerufen wurden, um für Ordnung zu sorgen.

Von dem Streik betroffen waren alle 67 zivilen Flughäfen des Landes. Für die Flugsicherung ist in Brasilien die Luftwaffe zuständig. Zwar gebe es auch zivile Fluglotsen, allerdings nur wenige, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Jorge Botelho. Daher seien praktisch alle Flüge gestrichen worden.

Die Fluglotsen sahen in den Versetzungen eine Vergeltungsmaßnahme für vorangegangene Protestaktionen. In den letzten Monaten gab es immer wieder Bummelstreiks, die für Chaos im Luftverkehr sorgten. Auslöser des Arbeitskonflikts war ein Flugzeugunglück am 29. September. Damals stießen eine brasilianische Passagiermaschine und ein kleines Privatflugzeug in der Luft zusammen, 154 Menschen kamen ums Leben.

(apa/red)