"Alkohol wesentlich im Spiel": Gewalt in NÖ fordert zwei Schwerverletzte in einer Nacht

Türsteher in Baden mit elf Schüssen niedergestreckt PLUS: Kärntens Landeschef Haider bei 99-Cent-Party

Zwei Bluttaten in Niederösterreich haben zwei Schwerstverletzte gefordert. In Marchegg (Bezirk Gänserndorf) wurde ein 39 Jahre alter Türke niedergestochen. Unter Tatverdacht ist ein Aserbaidschaner gleichen Alters festgenommen worden. In Baden bei Wien wurde der Türsteher eines Lokals durch mehrere Schüsse niedergestreckt, berichtete die Polizei.

Das Verbrechen in Marchegg hatte seinen Ausgang in einem Streit im "Dartclub". Die Auseinandersetzung, bei der laut Landeskriminalamt "Alkohol wesentlich im Spiel" war, zog sich bis vor das Lokal, wo der Türke mit einem Messer mehrmals im Bereich des Bauches, der Brust, des Halses und im Gesicht schwer verletzt wurde. Das Motiv für die Tat blieb zunächst unklar.

Der Türke, der zu verbluten drohte, wurde ins Krankenhaus Hainburg eingeliefert und notoperiert. Nach Angaben der Polizei war die Lebensgefahr für den 39-Jährigen vorerst gebannt.

Täter ist Asylwerber aus Aserbaidschan
Der mutmaßliche Täter - ein ebenfalls 39 Jahre alter Asylwerber aus Aserbaidschan, wie das Opfer in Marchegg wohnhaft - hatte zunächst die Flucht ergriffen. Er wurde jedoch in den Nachtstunden festgenommen. Nach Abschluss der Erhebungen erfolgte die Einlieferung des Verdächtigen in die Justizanstalt Korneuburg.

Türsteher in Baden mit elf Schüssen niedergestreckt
In Baden bei Wien ist der Türsteher eines Lokals das Opfer eines Verbrechens geworden. Der Mann wurde vor dem "Club 2" von mehreren aus einer 9mm-Pistole abgefeuerten Projektilen niedergestreckt und schwer verletzt.

Laut Polizei waren elf Schüsse gefallen. Sechs bis sieben trafen den 27-jährigen Türsteher aus Wien in Arme und Beine. Der angeblich von zwei weiteren Männern begleitete Schütze ergriff in der Folge die Flucht. Im Zuge der Fahndung ist einer der mutmaßlichen Begleiter, ein 26-jähriger Badener, ausgeforscht worden.

Das schwer verletzte Opfer wurde im Krankenhaus der Kurstadt operiert. Nach Polizeiangaben war vorerst unsicher, ob der linke Arm des 27-Jährigen erhalten bleiben wird. Der Schütze habe Hohlspitzgeschosse verwendet, die Gewebe und Blutgefäße entsprechend beschädigen würden. Die Fahndung nach dem Hauptverdächtigen der Tat, deren Motiv vorerst unklar war, lief am Sonntag weiter.