Alitalia-Piloten rufen 15 Streiktage aus: Protestieren gegen Arbeitsvertragsmodell

Neuaufnahme der Gepräche mit Investoren gefordert Italienischer Verkehrsminister reagierte empört

Alitalia-Piloten rufen 15 Streiktage aus: Protestieren gegen Arbeitsvertragsmodell © Bild: APA/EPA/Peri

Die Fachgewerkschaften der Piloten und des Flugpersonals der italienischen Fluggesellschaft Alitalia haben 15 Tage Streik vom 25. November bis zu kommenden Mai angekündigt. Sie wollen damit gegen das Arbeitsvertragsmodell protestieren, das ihnen die italienische Investorengruppe CAI vorgelegt hat. Das Investorenkonsortium legte der Regierung einen verbindlichen Übernahmeplan für die Alitalia vor.

Neun Fachverbände, die die Mehrheit der Piloten und des Flugpersonals repräsentieren, hatten sich vergangene Woche zur Unterzeichnung des Arbeitsvertragsmodells geweigert. Sie verlangen die Neuaufnahme der Gespräche mit der CAI über den neuen Vertrag, dem die größten Gewerkschaftsorganisationen des Landes bereits zugestimmt haben. Die Fachgewerkschaften protestieren gegen die "unnachgiebige Haltung" der CAI, die von der Regierung unterstützt werde.

Verkehrsminister empört
Der italienische Verkehrsminister Altero Matteoli reagierte empört auf die angekündigte Streikwelle. Die Regierung werde sich nicht einschüchtern lassen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den Passagieren nicht zu schaden.

Rettungsplan
Der Rettungsplan der CAI sieht die Fusion der gesunden Teile der Alitalia mit der privaten italienischen Fluggesellschaft Air One vor. Geplant ist die Streichung von 3.250 Jobs. Die neue Fluggesellschaft soll im Dezember aus der Taufe gehoben werden.

Die Alitalia-Piloten haben bereits begonnen, das Arbeitstempo zu verlangsamen, indem bis ins kleinste Detail die Regeln über die Kontrollen vor dem Flug angewendet hatten. Dadurch verlangsamte sich die Arbeit beträchtlich. Mit dem Protest wollen die Piloten den Druck für neue Gespräche mit der Investorengruppe CAI verschärfen.

(apa/red)