Alitalia-Bankrott für Berlusconi besiegelt:
Ministerpräsident schließt Alternativen aus

Forderungen der Piloten seien unannehmbar gewesen Gewerkschaften geben Hoffnung auf Rettung nicht auf

Alitalia-Bankrott für Berlusconi besiegelt:
Ministerpräsident schließt Alternativen aus © Bild: Reuters/Gentile

Alitalia steht vor dem Aus. Der Sonderverwalter der bankrotten Fluggesellschaft, Augusto Fantozzi, trifft die Chefs der zivilen Luftfahrtbehörden ENAC. Die Behörde könnte beschließen, der Alitalia die Fluglizenz zu entziehen. Der italienische Ministerpräsident Berlusconi ist der Ansicht, dass es keine Alternative zum Bankrott der Fluggesellschaft Alitalia gibt.

"Es gibt keine anderen Angebote für die Alitalia und ich glaube, dass der Bankrott unabwendbar ist", sagte Berlusconi. "Alles ist wie bei den Verhandlungen mit Air France-KLM verlaufen, die Situation ist durchaus negativ. Piloten und Gewerkschaften werden bald einsehen, dass es keine Alternative für die Alitalia gibt. Wir haben alles Mögliche versucht, um die Airline zu retten", sagte Berlusconi. Die Forderungen der Piloten seien unannehmbar gewesen.

Keine weiteren Angebote aus dem Ausland
Berlusconi schloss aus, dass weitere Angebote für die Alitalia aus dem Ausland kommen könnten. Er habe auch kaum Hoffnung, dass die italienische Investorengruppe CAI, die wegen der ablehnenden Haltung der Pilotenverbande einen Übernahme- und Sanierungsplan für die Alitalia zurückgezogen hatten, diesen Schritt überdenken könnte.

Verkehrsminister Matteoli warnte, der Alitalia könnte "in fünf oder sechs Tagen" die Fluglizenz entzogen werden. Matteoli sieht den Verkauf der bankrotten Fluggesellschaft an die italienische Investorengruppe CAI als einzige Lösung.

Die italienischen Gewerkschaften hoffen weiter auf eine positive Lösung für die Alitalia. Der Chef des größten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Guglielmo Epifani, rief die Regierung Berlusconis auf, die Alitalia an einen ausländischen Partner zu verkaufen.

(apa/red)