Alfred-Worm-Preis geht an Florian Klenk:
Mit „Weisung aus dem Sack" Jury überzeugt

Beste Dokumentation von Christian Granbacher "Das Netzwerk der Salzburger Burschenschaften"

Alfred-Worm-Preis geht an Florian Klenk:
Mit „Weisung aus dem Sack" Jury überzeugt © Bild: Günther Edlinger

Der Preisträger des Alfred-Worm-Preises 2010 für investigativen Journalismus heißt Dr. Florian Klenk. Dies wurde in der gestrigen Jurysitzung entschieden. Klenk überzeugte die Jury mit dem Artikel „Weisung aus dem Sack", erschienen im Falter. Der Sonderpreis für die beste Dokumentation ging an MMag. Christian Granbacher mit der Artikelserie "Das Netzwerk der Salzburger Burschenschaften", die im Echo-Verlag erschienen ist. Der Alfred-Worm-Preis wurde heuer das dritten Mal vergeben. Der Preis ist mit € 10.000,--, der Sonderpreis mit € 5.000,-- dotiert. Die Verlagsgruppe NEWS hat - im Gedenken an den NEWS-Herausgeber Alfred Worm - den Preis 2007 ins Leben gerufen. Die offizielle Preisverleihung findet im Herbst statt.

„Der hochrangig besetzten Jury ist es gelungen, erstklassige Preisträger des Alfred-Worm-Preises sowie des Sonderpreises für die beste Dokumentation auszuwählen. Ich darf mich bei allen Jurymitgliedern für ihre wertvollen Beiträge in der Sitzung bedanken. Im Namen des Beirates darf ich den Preisträgern Florian Klenk und Christian Granbacher zu ihrer Auszeichnung gratulieren", so Oliver Voigt, Initiator und Mitglied des Beirats des Alfred-Worm-Preises.

Erstmals fiel das Voting der Jury für den Alfred-Worm-Preis einstimmig aus. Florian Klenk ist seit Jahren für seine Aufdeckergeschichten bekannt und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Die Jury begründete ihre Wahl für damit, dass „die Geschichte über die in Papiersäcken dem Falter überreichten Dokumente aus dem Justizministerium und die darauffolgenden Recherchen des Autors zu DER innenpolitischen Geschichte im Jahr 2009 führte. Viele Wochen hat sich der Autor mit einzelnen Fällen beschäftigt, in denen es um Geheimnisverrat, Bestechung, Freunderlwirtschaft und Geldverschwendung ging. Er hat damit die Justiz nicht nur nachhaltig beschäftig sondern auch für künftige Vorgänge sensibilisiert. Ohne umfassender Recherchen und dem Aufbau eines Informationennetzwerkes ist eine derartig investigative journalistische Leistung nicht zu erbringen.“

Zur Vergabe des Sonderpreises an Christian Granbacher meinte die Jury: „Die Dokumentation über die schlagenden Burschenschaften in Salzburg und deren teilweise problematischen Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg erforderten eine hohen Rechercheaufwand und ein Durchhaltevermögen, an einer Sache dran zu bleiben. Dies ist Herrn Granbacher ohne Zweifel gelungen."

Mehr Informationen finden Sie unter www.alfred-worm-preis.at .