Albertinapassage von

Untergrund-Dinnerclub

Der Umbau der einstigen Fußgängerunterführung Albertinapassage schreitet voran

Albertinapassage - Untergrund-Dinnerclub © Bild: Söhne & Partner

"Wir haben vor zwei Wochen mit den Abbrucharbeiten begonnen", berichtete Betreiber Matthias Kamp von Sunshine Enterprises der APA. Es wurden unter anderem die Zwischenwände herausgerissen. Im Laufe des Monats soll mit den Einbauarbeiten begonnen werden. "Wenn alles wie ein Wunschkonzert verläuft", dann werde der Dinnerclub Anfang Oktober eröffnen, kündigte Kamp an.

In der revitalisierten Albertinapassage werden sich dann eine Bar, eine Gourmetküche und eine Bühne für Live-Konzerte befinden. Wie das Interieur genau aussehen wird, darüber hüllte sich Kamp in Schweigen. Es solle eine Überraschung werden. Er verriet nur soviel: "In der Mitte des Lokals wird sich die Live-Bühne befinden." Zudem werde es Sitzlogen geben. Fix ist jedenfalls, die 1.500 Quadratmeter große Location im Untergrund soll Platz für 300 Besucher bieten.

"Essen und Musik auf höchstem Niveau"
In der Albertinapassage werde es "Essen und Musik auf höchstem Niveau" geben, kündigte der Unternehmer an. Für die Gestaltung der Speisekarte konnte Starkoch Reinhard Gerer gewonnen werden. Den Kochlöffel schwingen werde Alexander Kumptner, ein Schüler Gerers. Es soll außerdem eine breite Auswahl an Cocktails geben. Insgesamt investiert der Betreiber rund vier Millionen Euro in das Projekt. Ursprünglich hätte der Dinnerclub bereits dieses Frühjahr eröffnen sollen.

Kamp betreibt nahe dem Burggarten auch den Club Passage, der ebenfalls in einer aufgelassenen Fußgängerunterführung angesiedelt ist. Sein neues Projekt sei alles andere als eine Disco, betonte er. Mit dem Angebot wolle er "gehobenes Publikum" ansprechen.

"Passage" für gehobeneres Publikum
Der Restaurantbereich in der tageslichtfreien Location wird etwa 300 Sitzplätze umfassen. Für die Gestaltung der Speisekarte konnte Starkoch Reinhard Gerer gewonnen werden. Als Durstlöscher ist eine breite Auswahl an Cocktails angedacht. In der Mitte des Etablissements wird zudem eine Bühne errichtet, die hauptsächlich für Musiker reserviert sein soll. Rund vier Millionen Euro werden in das Projekt fließen, sagte Betreiber Matthias Kamp von Sunshine Enterprises der APA.

Internationales Unterhaltungsniveau trifft Wiener Charme
Klassische American Bar-Kultur wird mit Top-Küche und Live-Musik auf höchstem Niveau kombiniert, verspricht das Konzept "Dinner Dance" von Sunshine Enterprises Musikproduktions GmbH." Ein Lokal im High-End Design - klassische American Bar-Kultur - wird mit Top-Küche und Live-Musik auf höchstem Niveau kombiniert. Live-Qualität ist der rote Faden. Basis ist jener mitreißende, jazzig-soulige Sound der 60er und 70er Jahre, der international seit einiger Zeit den Trend hin zur Wiederentdeckung von Live Musik einleitet. Reinhard Gerer wird dafür Sorge tragen, dass sich das musikalische Konzept auf der gastronomischen Ebene wiederfindet. Eine klassische American Bar mit Tischservice vervollständigt das gastronomische Konzept. Mit im Boot sind Söhne & Partner Architekten, die für Sunshine Enterprises bereits die Babenberger Passage, das Restaurant comida und die Bar red room gestaltet haben.

Konzept via Ausschreibung
Die Fußgängerunterführung Albertinapassage ist seit November 2009 wegen Schäden an der Deckenverkleidung gesperrt. Die Stadt Wien hatte bereits kurz zuvor via Ausschreibung bekanntgegeben, dass nach einem neuen Konzept für die 1964 eröffnete und im Lauf der Jahrzehnte zunehmend heruntergekommene Albertinapassage gesucht werde. Vom künftigen Pächter wünschte man sich eine "qualitätvolle, touristisch und ästhetisch attraktive Nutzung". Die ÖVP plädierte daraufhin, am Areal unter der Ringstraße einen Life-Ball-Shop einzurichten. Trotz grundsätzlich positiver Resonanz vom Vater des Charity-Events, Gery Keszler, nahm sich des Vorstoßes niemand an.