Alarm in der City: Allein gegen die Mafia

Alarm in der City: Allein gegen die Mafia

Geschäftsleute in der Luxus-Meile rüsten mit Privatcops gegen Einbruchswelle auf. Profis am Werk: Pro Einbruch erbeuten die Diebe zwischen 100.000 und einer halben Million Euro.

Josef Payer steht vor der Glastür seines Porzellan-geschäfts in der Wiener Innenstadt und kann es kaum fassen: Er schüttelt den Kopf, schaut immer wieder auf und nieder. Dorthin, wo ein Eisenständer in den Boden geschraubt war. Jetzt hat er provisorisch einen Tisch, auf dem exquisite Gläser platziert sind, auf diesen Platz gestellt. „Hier haben sie den Eisenständer abgeschraubt und starteten los in das Geschäft.“

500.000 Euro Beute. Sie: mehrere Einbrecher, zumindest zwei, wie die Kripo vermutet. Vergangene Woche, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, sind sie in das seit 200 Jahren bestehende Geschäft im Palais Harrach eingedrungen. Nobel ist hier nicht nur die Adresse, sondern auch die zum Verkauf angebotene Ware: feinstes Porzellan, exklusive Handarbeiten. Die teuerste der gestohlenen Vasen hat einen Wert von 95.000 Euro, der Gesamtschaden beträgt eine halbe Million.

Jetzt, eine Woche nach dem Einbruch, kommt Josef Payer, Prokurist der Familie Harrach und für die Preziosen des Geschäfts verantwortlich, einiges seltsam vor: „Kurz vor dem Einbruch waren zwei Männer im Geschäft, einer hat sich ständig nach verschiedenen Vasen erkundigt, der andere schaute sich permanent um.“

Dass Profis am Werk waren, dafür spricht die Kaltblütigkeit des Coups: Die Diebe sind von der Straßenseite mit einem größeren Wagen vorgefahren, haben die Türe aufgebrochen und dann seelenruhig die Luxuswaren ins Freie getragen.

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