Al Kaida bekennt sich im Internet: Haben 20 Sicherheitskräfte im Irak entführt

Fordern die Freilassung sunnitischer Gefangener Sonst wird "Gottes Urteil" gegen Geiseln vollstreckt

Die Al-Kaida-Gruppe "Islamischer Staat im Irak" hat nach eigenen Angaben 20 Sicherheitskräfte entführt und mit deren Tötung gedroht. Innerhalb von 48 Stunden müssten alle sunnitischen Frauen in irakischen Gefängnissen freigelassen werden, forderten die Extremisten im Internet.

Zudem verlangten sie die Überstellung von Mitarbeitern des Innenministeriums, die an der Vergewaltigung einer Sunnitin und anderen Verbrechen gegen Anhänger der Glaubensrichtung beteiligt gewesen sein sollen. Sollte die Regierung in Bagdad die Forderungen nicht erfüllen, würde "Gottes Urteil" gegen die insgesamt 20 Soldaten und Polizisten vollstreckt.

Neben der Mitteilung auf der Internetseite standen Fotos von uniformierten Männern, deren Augen verbunden waren. Auch der Dienstausweis eines Kommandanten aus dem Innenministerium war zu sehen. Der Gruppe zufolge wurden die Männer nordöstlich von Bagdad verschleppt.

Der "Islamische Staat im Irak" war erst im Oktober von dem Ableger der Al Kaida in dem Golfstaat und anderen sunnitischen Extremistengruppen gegründet worden. Die Organisation hat sich zu einer Reihe größerer Anschläge und Massenentführungen bekannt.

(apa)