Aktionsplan der G-7 gegen die Finanzkrise:
Fünf Punkte für Stabilität der Finanzmärkte

Banken wird Zugang zu Finanzmittel sichergestellt Mögliche Ausweitung der Krise auf Entwicklungsländer

Aktionsplan der G-7 gegen die Finanzkrise:
Fünf Punkte für Stabilität der Finanzmärkte © Bild: Reuters

Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G-7) haben einen gemeinsamen Aktionsplan zur Überwindung der globalen Finanzkrise beschlossen. Dieser sieht vor, den Zusammenbruch großer Banken "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" zu verhindern, wenn dieser schwerwiegende Folgen für das gesamte Finanzsystem zu haben droht, wie in Washington bekannt wurde.

Die Vertreter der USA, Japans, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas und Italiens seien sich "einig, dass die gegenwärtige Lage dringendes und außergewöhnliches Handeln erfordert", hieß es in einer Erklärung. Die G-7-Finanzminister vereinbarten demnach einen Fünf-Punkte-Plan, in dem sie sich verpflichten "weiter zusammenzuarbeiten, um die Finanzmärkte zu stabilisieren, die Kreditströme wieder herzustellen und globales Wirtschaftswachstum zu fördern".

Zugang zu Finanzmittel
Dazu wollen die Regierungen sicherstellen, "dass Banken und andere Finanzinstitutionen breiten Zugang zu Finanzmitteln haben". Zudem verpflichteten sich die Finanzminister und Notenbanker dazu, nationale Einlagensicherungen zu garantieren.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer fürchten nach den schweren Belastungen durch die explodierten Energie- und Nahrungsmittelpreise nun ein Übergreifen der Finanzkrise. Viele dieser Staaten seien nicht immun dagegen, hieß es in einer in Washington veröffentlichten Erklärung der in den G-24 zusammengeschlossenen Schwellen- und Entwicklungsländer. Die internationale Gemeinschaft müsse bereitstehen, die ärmsten Staaten mit zusätzlichen Finanzhilfen zu unterstützen.

Angst vor Kapitalflucht
Besonders besorgt zeigten sich die G-24 vor der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank, dass die Finanzkrise zum Abzug ausländischen Kapitals aus ihren Ländern, höheren Kosten für Kredite und Vertrauensverlust führen könnte. Die Staatengruppe erneuerte ihren Aufruf an die Weltgemeinschaft, vor allem auch an IWF und Weltbank, "verwundbaren und kriegszerstörten Staaten umfangreicher und schneller Finanzhilfen zukommen zu lassen".
(apa/red)