AKP findet sich mit Kopftuchverbot ab: 'Die Angelegenheit polarisiert & ist sehr sensibel'

profil: Kiniklioglu versteht Islamisierungsangst nicht Müsste mit Thema "nüchtern und rational" umgehen

AKP findet sich mit Kopftuchverbot ab: 'Die Angelegenheit polarisiert & ist sehr sensibel'

In einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" lässt Suat Kiniklioglu, Sprecher des außenpolitischen Komitees der türkischen Regierungspartei AKP, mit Aussagen zum Streit um die Kopftuch-Frage aufhorchen. Die Auseinandersetzung darüber, ob das als religiöses Symbol geltende Kopftuch an staatlichen Schulen und Unis erlaubt sein soll, hatte vergangene Woche beinahe zu einem Verbot der gemäßigten Islamisten durch das Verfassungsgericht der Türkei geführt.

Jetzt kündigt Kiniklioglu an, dass sich die AKP bis auf weiteres mit dem Verbot abfinden werde: "Die Angelegenheit polarisiert und ist sehr sensibel. Wir haben nicht vor, sie in nächster Zeit auf die Tagesordnung zu setzen", so der Politiker gegenüber "profil".

Unverständnis zeigt Kiniklioglu dafür, dass in Österreich mit der Angst vor einer schleichenden Islamisierung Wahlkampf betrieben wird: "Wenn man Österreichern zuhört, hat man oft den Eindruck, dass wir das Jahr 1683 schreiben und die Ottomanen gerade erst von Wien abgezogen sind. Man sollte das Thema nicht dramatisieren, sondern möglichst nüchtern und rational damit umgehen."

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